Rundtour durchs Isartal zum Fröttmaninger Berg (Ismaning)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 45 Min.
Höhenmeter ca. ↑227m  ↓227m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Ismaning liegt auf dem rechten Hochufer der Isar, rund 7km nordöstlich von München, auf rund 490m. Wir machen heute eine besondere Bergtour, nämlich auf einen einstigen Müllhaufen, der heute ein Naherholungsgebiet nördlich von München in unmittelbarer Nähe zur Allianz-Arena ist, auf den sich 75m erhebenden Fröttmaninger Berg mit fantastischer Aussicht über München bis in die Alpen.

Östlich unserer Runde mit Start am Bahnhof in Ismaning erstreckt sich der Speichersee, westlich das Naturschutzgebiet Südliche Fröttmaninger Heide. Die Isar schlängelt sich als blaues Band, von Grün umgeben, durch die Wanderung. Vom Bahnhof gehen wir zum Kirchplatz mit der Kirche St. Johann Baptist, 1975 geweiht.

Wir wandern durch den historischen Schlosspark, durch den wir auch auf dem Rückweg kommen werden. Der Schlosspark wurde einst als Reitschulgarten angelegt und 1817 zu einem Landschaftsgarten im englischen Stil umgestaltet. Im Schlosspark steht der denkmalgeschützte Schlosspavillon mit Kunstgalerie. Der Schlosspavillon wurde 1727 im barocken und klassizistischen Stil gebaut. Die Kunstgalerie ist hier seit 1982.

Das Schloss Ismaning liegt östlich des Schlossparks und dient heute als Rathaus. Erbaut wurde es als Renaissanceschloss, zwischen 1716 und 1724 erfolgte eine barocke Umgestaltung, rund 100 Jahre später kam Klassizismus ins Spiel, seit 1934 tagt der Rat.

Wir wandern an die Isar und queren sie über die Heckerbrücke (B471). Rund 3km sind wir gegangen und werden die nächsten 3 mit dem Isarufer verbringen. Wir queren den Unteren Schwabinger Altbach, passieren die A99 und den Garchinger Mühlbach. Wir sind in der Auensiedlung mit einem Weiher, queren den Schleißheimer Kanal und die Freisinger Landstraße. Jetzt umrunden wir den Fröttmaninger Berg, dessen Gipfel, windkraftgeziert, mit 562m angegeben ist. Wenn man es nicht wüsste, wäre die einstige Mülldeponie nicht mehr zu erkennen, auch nicht, dass das Dorf Fröttmaningen für den Abfall bis 1960 weichen musste.

Die Müllära begann 1954 im Zuge des Wirtschaftswunders. Bis auf die Kirche musste das Dorf etwa rund 12 Mio. Kubikmetern Müll weichen. Auf dem Höhepunkt des immer mal wieder brennenden Bergs entstand ein Giftsee. 1973 wurde bereits mit einer Teilrenaturierung begonnen. Auf 35ha erstreckt sich mittlerweile ein Park mit Spielplatz, der Kunstinstallation „Versunkenes Dorf“ mit einer Replik der Kirche. Tapfer reckt sich der romanische Turm der Heilig-Kreuz-Kirche, deren Geschichte um 815 begann.

Wir beenden die Runde und kommen zurück zum riesigen Klärwerk an der Freisinger Landstraße, wandern ein Stück mit Baumbegleitung an die Isar und queren sie über den Isarsteg Unterföhring. Die Isar verläuft nun links von uns, die wir wieder die A99 hinter uns lassen, den Philosophenweg wandern und durch den Schlosspark Ismaning zurückkehren.

Bildnachweis: Von Rufus46 - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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