Runde zur Burg Hohnstein und ins Polenztal


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑356m  ↓356m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Das wird eine kurzweilige und abwechslungsreiche Runde, mit Feld, Wald und Felsen, mit der Polenz und der Burg Hohnstein mit ihrer wechselvollen und auch dramatischen Geschichte. Jüngst hat sich eine gemeinnützige Betriebsgesellschaft gegründet, die der drohenden Schließung entgegenwirken will. Man kann im Wahrzeichen von Hohnstein übernachten und Veranstaltungen durchführen.

Start ist an der Wartenbergstraße (S165) auf dem Hocksteinparkplatz, wo Infotafeln einen ersten Überblick geben. Von dort geht es in den Hocksteinweg zum Hockstein, von wo aus man einen herrlichen Blick ins Polenztal und auf die Burg Hohnstein hat. Besonders hübsch ist auch der Gang durch die Felsen mit schmalen Wegen, Treppen und der Wolfsschlucht. Es bietet sich auch an, einen Abstecher zur Hocksteinhöhle zu machen. Alles recht märchenhaft!

Wir wandern hinab ins Polenztal sowie an die Polenz. Die 31km lange Polenz, mit Quelle bei Langburkersdorf (Neustadt in Sachsen), fließt mit der Sebnitz bei Porschdorf zusammen und nennt sich dann Lachsbach. Bei einer Gastronomie queren wir die Polenz und folgen dem zufließenden Schindergraben durch den Bärengarten, der auch von Kletterfelsen umstanden ist.

Der Name Bärengarten kommt nicht von ungefähr. Er geht auf das 16./17. Jahrhundert zurück. Für den Dresdner Hof war Hohnstein auch als Jagdrevier von Bedeutung, man schuf einen Tiergarten – als Frischevorrat, denkt man sich heute. Auch ein Bärenzwinger wurde für Hetzjagden angelegt. Man bediente sich Bären aus Polen, denn vor Ort war der Bär bereits 1660 ausgerottet. Da die Mauern über die Jahre immer maroder wurden und Bären ausbrechen konnten, wurden 1756 durch den Hohnsteiner Förster die verbliebenen Bären abgeschossen.

Wir wandern zur Burg Hohnstein auf einem Felssporn 140m über dem Polenztal. Sie wurde 1353 erstmalig urkundlich genannt, entstand um 1200, war einst Deutschlands größte Jugendherberge, war allerdings auch KZ. Wir sehen ein mächtiges Ensemble, um dessen Erhalt gerungen wird. Es gibt Übernachtungsräume, ein Museum und Räumlichkeiten für Veranstaltungen zu mieten. Man darf gespannt sein, ob es gelingt, die Burg Hohnstein im Bestand zu erhalten. Es gibt einen millionenschweren Renovierungsstau – umso wichtiger: Jetzt die Burg genießen.

Es geht ins Tal hinunter, wir begleiten die Polenz auf dem Paul-Mai-Weg, kommen am Mühlgraben und der Maimühle vorbei, über die Wartenbergstraße. und begleiten die Polenz, bis das Goldflüsschen hinzustößt, an der Heeselichtmühle. Wir folgen dem Gold, biegen dann links in Richtung Zeschnig ab, das wir streifen auf dem Weg „Zum Hühnerberg“. Durch die Felder geht’s zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Dr. Bernd Gross [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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