Diese waldreiche Runde führt uns in die frühe Geschichte von Kelten (Ringwall Gickelsburg) und Römern (Kastell Saalburg – unbedingt besichtigen!) nördlich von Bad Homburg vor der Höhe im Hochtaunuskreis. Sie ist Kreisstadt und Kurstadt und wurde um 1180 erstmals urkundlich erwähnt. Bad Homburg liegt zudem im rund 1.350km² großen Naturpark Taunus.
Wir starten in einem der sieben Ortsbezirke Bad Homburgs und zwar nördlich von Dornholzhausen beim Sportzentrum Nordwest und werden die Runde gegen den Uhrzeigersinn wandern. Als Erstes kommen wir ins Kirdorfer Feld. Die Kulturlandschaft ist teils ein Natur- und teils ein Landschaftsschutzgebiet. Es beinhaltet Feuchtwiesen und Streuobstwiesen, Ackerflächen und Grünland. Die besondere Kombination aus Feuchtwiesen, Brachen und kleineren Gewässern, zusammen mit den Obstbäumen, macht den Zauber und den Artenreichtum aus. Besonderen Schutz genießt hier der Speierling. Das ist ein seltener Vertreter der Wildobstbäume. Seine apfelartige Frucht ist eher klein. Nur wenn diese vollausgereift sind, sind sie roh essbar, ansonsten sind sie überaus herb.
Wenn wir am Forsthaus am Rotlaufweg vorbei sind, wandern wir den Schwarzen Weg und streifen den Rand des Friedrichsdorfer Stadtteils Dillingen. Dort kommen wir am Friedhof vorbei und biegen nach links in den Weg Steinerne Gasse. Ansteigend durch den Mischwald folgen wir dem GPS, wandern den Dreibornruthenweg, den Wehrheimer Weg, biegen nach rechts auf den Gebrannter Kopfweg und in der Höhenlage nach links zum Batzenbaum ein. Die alte Eiche steht allerdings lediglich als Rest eines desolaten Baumstamms. Der Legende nach sollen einst die Frauen hier ihr Geld (Batzen) nach dem Markttag gezählt haben.
Nun wandern wir in den Bereich der Gickelsburg, die per Abstecher erkundet werden kann. Die Höhe ist auf 471m. Um den einstigen Keltenwall der Späthallstattzeit führt ein kleiner Rundweg um das Bodendenkmal herum. Nachdem der höchste Punkt überwandert ist, schlängeln wir uns durch den Wald leicht abwärts, queren die B456 nahe dem Saalburgpass und freuen uns auf die Besichtigung des Römerkastells Saalburg. Der Saalburgpass bildete bereits in der Antike einen natürlichen Übergang von der Ebene des Mains in das Siedlungsgebiet der Germanen.
Das Römerkastell Saalburg (Öffnungszeiten/-eintritt, der sich lohnt) wurde Anfang des 2. Jahrhunderts von römischen Truppen am Limes erbaut, der damals nur eine Schneise im Wald war, die von Türmen bewacht wurde. Doch bereits im 3. Jahrhundert wurde die Saalburg von den Römern aufgegeben. Die Saalburg wurde zum Steinbruch. Im 19. Jahrhundert besann man sich der Geschichte und begann mit Ausgrabungen. Heute gilt die Saalburg, die UNESCO-Welterbe wurde, als eine der beeindruckendsten rekonstruierten Anlagen ihrer Art.
Auf dem letzten Stück der Runde kommen wir auf den Hammelhansweg, den Weberpfad am Kirdorfer Bach, und streifen das Gelände eines Golfclubs.
Bildnachweis: Von SimArt.art [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons
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