Rund um Altenau (Oberharz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑551m  ↓551m
Rund um Altenau Markierung Beschilderung

Die hübsche Bergstadt Altenau im Harz wird auf dieser Runde einmal umkreist. Die Runde kann man auch in Teilstücken genießen. Wir wandern sie in einem Rutsch und erleben herrliche Aussichten ins Tal und auf die Höhen, abwechslungsreiche Landschaften mit Bächen, Teichen und Gräben, die Teile des UNESCO Weltkulturerbes „Oberharzer Wasserwirtschaft“ sind. Möchte man Teilabschnitte wandern, kann man diese jeweils vom Ortskern Altenau starten und gelangt auch wieder dorthin zurück.

Alles kreist um die Bergstadt Altenau, die sich auch die Fünf-Täler-Stadt nennt. Um es mal gesagt zu haben, die Teilabschnitte lauten wie folgt: von der Eisenhütte bis zum Tischlertal (3,9km), vom Tischlertal bis zur Rose (4,7km) und von der Rose bis zur Eisenhütte (4,4km) – jeweils ohne die Strecken vom Ortskern zum Einstieg in die Abschnitte.

Wir starten beim Parkplatz im Schultal (L504), nördlich am Stadtzentrum von Altenau, beim Bachlauf des Schneidwassers, und werden gegen den Uhrzeiger wandern. Altenau ist ein Teil der Bergstadt Altenau-Schulenberg im Oberharz und liegt auf rund 513m Höhe. Seine Ersterwähnung im Zusammenhang mit dem Bergbau ist im 13. Jahrhundert.

Der heilklimatische Kurort wird im Inneren noch von einigen Bergmannshäusern geprägt und wird von Süd nach Nord von der Oker durchflossen. Östlich, rund 12km entfernt, erhebt sich der Brocken. Nördlich liegt der Okerstausee und nördlich ist ebenfalls der Schwarzenberg.

Wir queren das Schneidwasser, das in die Oker mündet und wandern mit Tannenwaldrand, die Hüttenstraße (B498) ist links von uns. Links des Wegs ist in Altenau die Kirche St. Nikolai, eine Holzkirche aus dem 17. Jahrhundert, und die Heimatstube am Kurpark nebst Touristen-Information.

Nach rund 2km queren wir die Oker, die im Begriff ist den Stausee zu füllen, und die Tour macht eine Richtungsänderung, nun geht es gen Süden aufwärts in den Wald, per Straße An der Silberhütte und Schlackenweg. Zwischen ihm und der Oker sind zahlreiche Gruben und Stollen aus dem 18. Jahrhundert vermerkt. Silberhaltiger Bleiglanz und Zinkblende wurden gefördert.

Nach rund 4,5km am westlichen Stadtrand von Altenau treffen wir auf den Damm des Hüttenteichs, wo die Rothenbeek angestaut ist. Der Hüttenteich versorgte die Bergwerke mit Betriebswasser, nun kann man von der Dammkrone eine hübsche Rast genießen.

Wir umrunden Altenau südlich durch die Kulturlandschaft mit Mischwald und Wiesen, queren den Großen Gerlachsbach und später die B498 beim Rosenweg. 6,2km haben wir an dieser Stelle und es geht weiter aufwärts, so dass wir nach einem weiteren Kilometer bei etwas über 600m den höchsten Punkt der Runde erreichen. Dort treffen wir vielleicht auch auf Wanderer am Harzer Hexenstieg zwischen Buntenbock und Torfhaus. 

Beim Grabenhaus Rose biegen wir in den Dammgraben ein und wandern entlang der Grenze des Nationalparks Harz. Beim Grabenwärterhaus blickt man auf Altenau und erkennt unschwer die Zweckbauten mit Ferien-Appartements am Glockenberg.

Mit dem Dammgraben kommen wir über die Große Oker, lenken die Schritte gen Norden und sind nach rund 9,1km an der Kleinen Oker am Okerteich mit Waldschwimmbad und Gaststätte. Der Okerteich wurde im beginnenden 18. Jahrhundert angelegt und versorgte damals die Gruben des Schatzkammerzuges.

Wir wandern zum Mühlenberg (572m) durchs Grüne, erst mit Wald, dann talwärts mit offener Landschaft an den Bachlauf der Altenau, queren die L504, schlagen einen Bogen gen Westen. Dabei kommen wir am Kräuterpark Altenau vorüber zum Ausgangsort zurück. Der 4.000qm große Kräuterpark, der größte in Deutschland, ist spezialisiert auf Heil- und Küchenkräuter sowie Gewürze und lockt rund durchs Jahr zahlreiche Besucher, bei moderatem Eintritt.

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