Ruhlaer Runde: Dornsetal-Ruhlaer Häuschen-Todtemann-Mini-a-thür


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 25 Min.
Höhenmeter ca. ↑269m  ↓269m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir drehen eine Runde mit und um das Bergstädtchen und den Erholungsort Ruhla im Naturpark Thüringer Wald, zwischen Eisenach und Schmalkalden sowie am Rennsteig gelegen. Für die Tagesplanung vorweggesagt: Wer diese Runde erweitern will, fügt nördlich die 12km-Wanderung „Vom mini-a-thür zum Carl-Alexander-Turm: Rundtour bei Ruhla“, an.

Unser Start ist beim Ententeich, südlich in Ruhla, fast am Ende der Dornsengasse. Wir wandern im Uhrzeigersinn und ansteigend durch das Dornsental, mit Mischwald und Lichtungen. Bei den Ruhlaer Häuschen erreichen wir nach rund 1,8km bereits den höchsten Punkt der Runde.

Nun geht es gen Norden durch den Wald. Bei Ascherbrück mit Park- und Spielplatz queren wir die L2118, die Ruhla mit dem westlichen Etterwinden und der B19 verbindet. Wir wandern in Richtung Todtemann (582m). Wenn wir auf die nächste Lichtung mit Schutzhütte treffen, begegnen wir auch Wanderern der oben genannten Rundtour bei Ruhla. Kurz später streifen wir die Zwergenwelt.

Der Freizeitpark mini-a-thür (Eintritt), auch Klein-Thüringen genannt, bietet auf einer Fläche von 2ha Thüringer Bauten im Maßstab 1:25, sommertags im Freien. Im Winter werden die „miniatürs“ in einer Ausstellungshalle präsentiert. Darunter sind Bahnhöfe wie der in Eisenach und Erfurt. Selbstredend fehlen auch Wartburg und Schloss Friedenstein in Gotha nicht. Auch das Zeiss-Planetarium von Jena wird hier plötzlich ganz überschaubar.

Gleich daneben wurde 2009 die 900m lange Alexanderturmbahn zum Sommerrodeln eröffnet. Wenn man die Runde nicht erweitert, bietet sich dennoch ein Abstecher zum Carl-Alexander-Turm auf dem Ringberg an. Der erste Holzturm (1867) von 18m wurde zu einem Eisenturm (1898) von 21m und von oben kann man bis zur Wartburg schauen. 

Ohne Abstecher folgt die GPS-Route der Geschwister-Scholl-Straße. Wir queren die Bahnhofstraße, wandern mit der Marienstraße in den Ortskern, mit der Köhlergasse zum Neuen Markt und zum Rathaus. Die Kirchen in Ruhla, von Friedhöfen umgeben, sind St. Trinitatis und St. Concordia geweiht. Wer noch nie eine Winkelkirche gesehen hat, sollte sich St. Concordia aus dem Jahr 1661 anschauen.

Im Zentrum von Ruhla gibt das Museum für Tabakpfeifen und Stadtgeschichte mit Einblicken in die Historie Ruhlas. Das Museum ist in einem Fachwerkhaus von 1614, das einst als Wohnhaus zu einer Hammerschmiede gehörte.

Wären wir bei der Bahnhofstraße nicht Richtung Zentrum gegangen, sondern nach links in die Bahnhofstraße eingebogen, wären wir beim Ruhlaer Uhrenmuseum angekommen. Es ist im Untergeschoss des markanten 6stöckigen Klingerbaus (um 1930). Die Gebrüder Thiel gründeten in Ruhla ihre Uhrenfabrik. Daraus wurde zur DDR-Zeit ein volkseigener Betrieb, jüngst wurde es wieder in Uhrenwerke Ruhla GmbH umbenannt. Wem die Stunde noch nicht schlägt und wer mag, kann sich im Werksverkauf einen Zeitzeugen aussuchen.

Bildnachweis: Von ErwinMeier [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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