Runde vom Schloss Wilhelmsthal zum Carl-Alexander-Turm


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 35 Min.
Höhenmeter ca. ↑474m  ↓474m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten in Wilhelmsthal, einem Ortsteil von Eckardtshausen in der Gemeinde Gerstungen. Was für ein Kleinod im Tal der Elte, die hier als Wilhelmsthaler See, bereits 1710 angelegt, aufgestaut ist.

Das in mehreren Epochen errichtete Schloss Wilhelmsthal wurde von 1709 bis 1913 errichtet. Urheber war der Eisenacher Herzog Johann I. Wir sehen Verfall und den Erfolg von Sanierung. Klassizismus, Barock und Rokoko bis hin zum Historismus vereinen sich im Komplex des einstigen Residenz- und Jagdschlosses.

Es war Sommerresidenz und Kulturstätte des Weimarer Hofes, Lazarett, Kriegsgefangenenlager und Kinderheim. Franz Liszt, Johann Wolfgang von Goethe und der barocke Komponist Georg Philipp Telemann waren zu Gast. Ein Schmuckstück mit gelobter Akustik ist der Telemannsaal als Konzertsaal mit Stuckdecke. Es ist zudem der älteste freistehende Konzertsaal Europas und gilt als Uraufführungsstätte der Werke von Telemann. Zudem gibt es noch einen Tanzsaal.

Verschiedene Pavillons stehen entlang einer Prachtstraße. Das Corps de Logis ist das Alte Schloss. Dann gibt es das Prinzessinnen- und Prinzenhaus sowie den Littmannbau, das sogenannte Neue Schloss. Der Prinzengang verbindet den Littmannbau mit dem Prinzenhaus. Weitere Gebäude sind das Kavaliershaus und die Hofküche sowie der Marstall mit dem Uhrenturm. Das größte Gebäude stellt die Remise dar. In Sichtweite des Schlosses steht das Schweizerhaus im alpenländischen Stil.

Gegenüber dem Schlossensemble ist der Jägerhof Wilhelmsthal, ursprünglich 1743 als Schlossgasthof „Zum Auerhahn“ gebaut. 1938 wurde der Gasthof neu errichtet, der nach der Wende dem Verfall preisgegeben war, bis er 2008 an Privat verkauf wurde.

Durch den Wald wandern wir zur Rennsteiggrotte. Der Felsüberhang bietet einem natürlichen Wetterschutz. Wir wandern einen Haken in Richtung Hangstein (483m). Dann wenden wir uns in südöstliche Richtung, um dem Alexanderturm einen Besuch abzustatten. Davor ist die Alexanderhütte (639m).

1867 wurde der Carl-Alexander-Turm als Holzkonstruktion errichtet. Kurz drauf folgte ihm eine Stahlturm, der mit 21m 3m höher war als der Vorgänger. 111 Stufen führen hinauf und von oben kann man die Wartburg erblicken. Den Weg Steilaufstieg steigen wir hinab und binden die Schleife zu. Südlich liegt übrigens der Park mini-a-thür, der etliche Sehenswürdigkeiten Thüringens im Maßstab 1:25 zeigt.

Wir wandern weiterhin mit Waldbegleitung, linkerhand erhebt sich der Todtemann (582m) und wir kommen an der Schutzhütte Zollstock vorbei. Von hier aus sind es noch knapp 3km bergab, bis wir wieder am Schloss Wilhelmsthal sind und uns erneut verzaubern lassen können, auch von der Parklandschaft. Sie wird als ein bedeutendes Beispiel eines Pücklerparks in Thüringen angesehen. Hermann von Pückler-Muskau, 1822 in den Fürstenstand erhoben, war Autor, Reisender und Landschaftskünstler. 

Bildnachweis: Von Jörg Braukmann [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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