Rundtour von der Hohen Sonne zum Schloss Wilhelmsthal (Thüringer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑335m  ↓335m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir starten in Eisenach zu einer schönen, waldreichen Rundwanderung, die uns ungefähr zur Halbzeit zum Schloss Wilhelmsthal bringt, eine Schloss- und Gartenanlage im Ortsteil Eckardtshausen der Gemeinde Gerstungen.

Ausgangspunkt unserer Tour ist die Hohe Sonne in Eisenach. Hier stand einst ein Jagdschloss. Das wurde abgerissen und ein Hotel entstand. Das wird heute nicht mehr betrieben, aber es sind noch Gebäude erhalten. Bekannt ist die Hohe Sonne aber vor allem als Rastplatz am Rennsteig: hier gibt’s frische Thüringer Bratwurst, Kaffee und Kaltgetränke.

Wir wandern mit dem Uhrzeiger und queren dafür die Bundesstraße und gehen in südliche Richtung zum Hirschstein (463m) einem Berg in der Ortslage von Marksuhl. Vom Hirschstein bietet sich ein schöner Panoramablick auf den westlichen Thüringer Wald, die Rhön und den Frauenseer Forst sowie den historischen Landschaftspark von Schloss Wilhelmsthal.

Durch die Wälder von Gerstungen und Wutha-Farnroda wandern wir nach Wilhelmsthal und kommen hier zunächst zum Jägerhof. Der Jägerhof wurde 1743 als Schlossgasthof „Zum Auerhahn“ errichtet. 1938 wurde die Anlage als Gaujägerhof Thüringen neu aufgebaut. 1975 wurde die Anlage zum „Erholungsheim Wilhelmsthal“ der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands umgebaut und diente fortan der Erholung privilegierter Bürger des DDR-Regimes.

Dann kommen wir zum Schloss Wilhelmsthal. Die Anlage wurde im frühen 18. Jahrhundert errichtet und in der Folgezeit mehrfach grundlegend umgebaut. U.a. steht hier ein freistehender Konzertsaal, in dem der Barock-Komponist Georg Philipp Telemann viele Werke uraufführte. Das Wasser der hier verlaufenden Elte (ein Werra-Zufluss) wurde um 1715 zu einem See aufgestaut. Damit gilt der Wilhelmsthaler See als älteste Talsperre Thüringens.

Hinter Wilhelmsthal tauchen wir wieder ab – nicht im See, sondern im Wald. Es geht um den Karthäuser Berg herum ins Bärenbachtal. Der Bärenbach ist ein kleines Bächlein, das der Elte zufließt. Wir folgen dem Bärenbach aufwärts und kommen zur Luisengrotte und wandern dann wieder zurück zum Parkplatz an der Hohen Sonne.

Bildnachweis: Von CTHOE [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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