Rheinstettener Runde mit Altrhein, Allmendäcker und Epplesee


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Länge: 19.57km
Gehzeit: 04:28h
Anspruch: leicht
Wegzustand: gut
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Höhenprofil und Infos

Rheinstetten ist im unmittelbaren Gürtel von Karlsruhe und zwar südwestlich der baden-württembergischen Kreisstadt, und Rheinstetten grenzt direkt an Rheinland-Pfalz. Die Ländergrenze wird durch den Rhein markiert. Wir lernen kennen: das Naturschutzzentrum Rappenwört, Altrhein, Fermasee, die Naturschutzgebiete Altrhein Neuburgweier, Rheinniederung, und Allmendäcker, Epplesee, Rheinstetten und Forchheim. Die Rheinrunde bietet immens viel Abwechslung!

Naturschutz, Wasserkraft, kultivierte Landschaft, bebauter städtischer Raum, hier ist alles dabei. Start ist am Parkplatz Rappenwört. Das Rheinstrandbad Rappenwört hat ein Naturbecken direkt am Rheinufer. Das Areal ist einmal umspannt von einem Bogen des Altrheins und Federbachs. Wir sind im Kreis des Wassers, das Naturschutzzentrum Rappenwört mittendrin, das wir uns am Ende genauer anschauen.

Jetzt geht es erstmal mit dem breiten Rhein und dem schmalen Altrhein in südwestliche Richtung durch die Landschaft mit Wald zum Bellenkopf und Fermasee. Wir genießen die Aussicht auf den Badesee, der zum Teil im Naturschutzgebiet Altrhein Neuburgweier liegt, mit dem Schutzziel der Erhaltung des ehemaligen Altrheinarms und dessen Zonen.

Am Südostufer ist eine Badebucht mit Sand, Beachvolleyball und Kiosk. Der Fermasee entstand durch Kiesabbau, als man den für den Westwall brauchte. Der Fermaseee liegt im Überschwemmungsbereich des Rheins. Mückenspray sollte in der Badetasche nicht fehlen.

Wir kommen nach Neuburgweier, einem der drei Stadtteile von Rheinstetten. Die Kirche wurde 1871 St. Ursula geweiht und fällt durch ihre roten Streifen auf. Gegenüber dem ehemaligen Rathaus steht die St. Ursula Kapelle und im einstigen Rathaus ist im PAMINA-Raum ein Museum für Siedlungsgeschichte. Neuburgweier hat eine Fährverbindung nach Neuburg, die „Baden-Pfalz-Fähre“.

Ein Stück wandern wir mit der Rheinstraße (L566) und erleben abwechslungsreiche Kulturlandschaft, kreuzen den Federbach, kommen durch Landwirtschaftsflächen in die Rheinniederung, mit Wiesen und Baumbestand.

Dann sind wir in Mörsch, einem weiteren Stadtteil Rheinstettens. 940 wurde Mörsch erstmalig genannt. Das Bauerndorf entwickelte sich zu einer Arbeiterwohngemeinde. Wir durchstreifen einen Teil davon durch die Viktoriastraße und passieren die B36, folgen dann erneut ein Stück der L566, bevor wir in Richtung Allmendäcker abbiegen.

Das Naturschutzgebiet Allmendäcker, grenzt an die Rheinbahn, und daran das kleine NSG Sandgrube im Dreispitz-Mörsch. Bei beiden steht das ehemalige Gebiet der Trockenbaggerung des Epplesees unter Schutz, wo sich durch menschlichen Eingriff ein Biotop entwickelte, das seinen Artenreichturm daraus bezieht, dass sich in den brachliegenden Flächen unterschiedlichen Alters diverse Pflanzengesellschaften auf den Sandböden entwickelten. Hier brütet auch das sensible Schwarzkehlchen.

Nun kommen wir an den bei Badenden und Wassersportlern beliebten Epplesee. Nach wie vor wird hier Kies gebaggert. Durch Felder kommen wir nach Rheinstetten zu einer Riesenbaustelle. Im Februar 2019 erfolgte der Spatenstich für die neue Stadtmitte, die mit Geschäften, Wohnungen, Markt- und Kulturplatz wachsen soll. Man darf gespannt sein. Auf der anderen Seite sind Rat- und Stadthaus.

Weiter wandern wir durch den dritten Stadtteil, Forchheim, an der Kirche St. Martin (1858), am Alten Rathaus sowie am Friedhof vorbei, durch die Landschaft mit Altem Federbach und Federbach – im Kreis des Wassers. Wir begegnen: Altrheinbrücke, Ententeich und Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört. Das Gebäude des Naturschutzzentrums wurde 1929 als Vogelwarte auf der Altrheininsel im Bauhaus-Stil erbaut und bietet verschiedene Ausstellungen und Vorträge. Im Drumherum sind Wildgehege, Walderlebnispfad und Mathematikpfad.

Bildnachweis: Von Günter Josef Radig [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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ivw