Reutlinger Altstadtrunde (mit Abstecher zur Achalm)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 34 Min.
Höhenmeter ca. ↑351m  ↓351m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Vom Reutlinger Bahnhof geht’s heute hinauf zum Hausberg von Reutlingen, der Achalm auf 707m. Schon aus der Ferne lässt sich der Zeugenberg blicken. Zuvor drehen wir eine Runde durch die Straßen mit einigen Sehenswürdigkeiten: Nikolaikirche, Marktplatz, Tübinger Tor, es geht an die Echaz mit dem Wegst’sche Schausägewerk, auf dem Rückweg über die Achalm kommen wir über den Aussichtspunkt Scheibengipfel, durch den Stadtgarten in der Oststadt, zur Marienkirche, um nur Einiges zu nennen.

Vom Bahnhof Reutlingen wandern wir am Listplatz vorbei, queren die Karlstraße und halten uns vor der Galeria Kaufhof rechts, mit dem Ziel Nikolaikirche am Nikolaiplatz. Die Nikolaikirche wurde 1358 nach der Pest als Dank erbaut. Den wütenden Stadtbrand von 1726 in Reutlingen, ausgebrochen im Haus eines Schusters, überstand die Kirche fast unversehrt.

Durch die Fußgängerzone mit Geschäften und Cafés wandern wir zum Reutlinger Marktplatz mit dem Spitalhof, einem Veranstaltungsort, der jährlich zum Open-Air-Kino wird. Um den hübschen Platz mit Maximilianbrunnen aus dem Jahr 1570 stehen schmucke Bauten. Übrigens zieren 86 Brunnen das Stadtgebiet Reutlingens. Und wenn wir am Marktplatz aufmerksam zu Boden schauen, sehen wir die roten Pflastersteine, die den Standort des abgebrannten Rathauses anzeigen.

Wir schlendern durch die Katharinenstraße zum Tübinger Tor, das 1235 als Teil der Stadtmauer errichtet wurde und 1330 den Fachwerkaufsatz erhielt. Das Tübinger Tor, früher Mettmannstor, hat sich von 7 Stadttoren erhalten, das gelang sonst nur noch dem Gartentor. Wo einst der Türmer wohnte ist heute ein Raum der Stadtverwaltung, die ihn für besondere Anlässe nutzt. Westlich des historischen Kerns ist übrigens die neue Stadthalle mit dem Bürgerpark.

Wir passieren die Lederstraße (B464) und kommen an die Echaz, wo das Wegst’sche Schausägewerk an einem abgezweigten Flussarm steht. Wir wandern mit der Echaz durch die Aue, queren die Straße Am Echazufer, nehmen die Lederstraße, die Straße Burgplatz und biegen in die Burgstraße, kommen an einem Park vorbei und zur Leonhardskirche, die seit 2010 profaniert ist.

Es geht aufwärts, die Bebauung wird spärlicher, unser Zwischenziel mit Aussicht auf die Altstadt ist die Achalm mit Gastronomie und Hotel. Dann geht es durchs Grüne hinauf zur Ruine Achalm mit Aussichtsturm. Einer Sage nach soll der tödlich getroffene Burgherr und Graf Egino nach dem Mordanschlag „Ach Allm“ – ausgehaucht haben, wobei er Allmächtiger habe sagen wollen. Die Burg entstand um 1050 und die Reste wurden als Aussichtsturm im Stil eines Bergfrieds aufgemauert in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert. Mit Fahnenstange misst der Turm 18m. Der Blick schweift über Reutlingen, Eningen, Pfullingen, den nördlichen Teil des Albvorlands, in Teile der Schwäbischen Alb nebst Albtrauf. Auch Tübingen ist zu erblicken.

Nächste Aussicht haben wir am Scheibengipfel auf 534m, der der Achalm vorgelagert ist. Durch ihn führt der Scheibengipfeltunnel (1.910m lang). Durch den Stadtgarten der Oststadt nähern wir uns der Reutlinger Altstadt und schlendern durch die Planie. Wir kommen zur Marienkirche, eines der Wahrzeichen Reutlingens. Sie wurde zwischen 1247 und 1343 erbaut und gilt als eine der schönsten gotischen Sakralbauten Württembergs. Auf der Spitze des 71m hohen Westturms ist ein Engel. Am Amtsgericht vorbei gehen wir die Gartenstraße, könnten aber auch wieder ins Altstadtgetümmel, entlang der Mauerstraße und durch das Gartentor.

Bildnachweis: Von Runner1928 [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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