Rennweg Etappe 5 Niederntudorf - Paderborn


Erstellt von: SGV
Streckenlänge: 26 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑362m  ↓403m
Der Sauerländer Rennweg führt bis nach Paderborn

An der Luise-Weber-Hütte im Dahle bei Niederntudorf startet die Schlussetappe auf dem Rennweg, einer vom Sauerländischen Gebirgsverein (SGV) als Hauptwanderweg mit dem Kennzeichen X26 ausgewiesenen Route, die vom Arnsberger Wald im Sauerland auf die Paderborner Hochfläche in den Hellwegbörden führt. Durch den Niederntudorfer Wald führt der Rennweg zunächst nach Osten, um die Autobahn A 33 (Osnabrück – Autobahnkreuz Wünnenberg-Haaren) zu passieren.

Hinter der Autobahn passiert der Rennweg die Ausläufer der Wallburg Gellinghausen, die ab der Eisenzeit (700 v.Chr.) oberhalb des Altenautals angelegt und bis etwa zum 13. Jahrhundert weiter ausgebaut wurde. Die Wallburg Gellinghausen zählt zu den am besten erhaltenen Wallanlagen in Westfalen. Die Burganlage bestand aus einer Haupt- und einer Vorburg, die durch bis zu 5m hohe Wälle und 8m tiefe Gräben umgeben wurde, die heute noch gut erhalten sind.

Nach der Wallburg Gellinghausen geht es ein Stück über befestigte Straße zur Altenau, einem 29km langen Zufluss der Alme. Der Rennweg überquert die Altenau am knapp einen halben Hektar großen Paddelteich im Mirsch, einer Freizeitanlage mit Wassertretbecken, Spielplatz und angegliedertem Waldlehrpfad. Direkt hinter dem Naherholungsgebiet trifft der Rennweg auf die Kluskapelle, eine 1677 errichtete Barockkapelle. Ein Abstecher lohnt sich auch hinauf auf den Teufelsstein, der sich oberhalb des Paddelteichs erhebt und von seiner festen Plattform aus einen schönen Rundblick über das Altenautal und hinüber nach Etteln bietet.

Weiter geht es zum Schloss Hamborn, einer 300ha großen Schlossanlage, die auf einem Kalksteinrücken oberhalb des Ellerbachtals steht. Der Komplex besteht aus einem Hauptgebäude, das aus Natursteinen erbaut wurde und Stilelemente der Weserrenaissance aufweist, sowie zahlreichen ehemaligen Wirtschaftsgebäuden, die sich über das weitläufige Areal erstrecken. Die Ursprünge des Schlosses gehen auf zwei Gutshöfe zurück, die Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem Gut vereinigt wurden. Dabei entstand der heutige Ostflügel von Schloss Hamborn. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand der Nordflügel mit Saal und der zweite Turm. Seit 1947 wird auf dem Gelände eine Rudolf-Steiner-Schule betrieben. Darüber hinaus sind dort verschiedene landwirtschaftliche und handwerkliche Betriebe beheimatet.

Der Rennweg folgt nun dem Ellerbach, dem mit 28km Länge wichtigsten Zufluss der Altenau, hinein in das Paderborner Naherholungsgebiet Waldpark Haxtergrund, das seinen Namen dem westlich gelegenen Haxterberg (248m) verdankt. Auf dem Haxterberg befindet sich der gleichnamige Sportflugplatz, von dem aus man einen weiten Blick über Paderborn bis zu den Höhenzügen des Teutoburger Waldes genießen kann.

Dann geht’s an der Sportanlage Haxterpark, einem großzügigen 18-Lochgolfplatz der Universität Paderborn, vorbei hinein nach Paderborn. Durch die Hüsener Straße steuert man auf das Zentrum zu. Rechter Hand liegt auf Höhe des Südrings die 2003 eingerichtete Versuchsanlage des in Paderborn entwickelten RailCab, eine Art Schienentaxi, das durch ein innovatives Antriebssystem (wie beim Transrapid) die Vorzüge von individuellem Verkehr und Massenverkehr kombiniert.

Am Ende der Husener Straße führt der Rennweg auf der Kasseler-Tor-Brücke über die Eisenbahnschienen und dann linkerhand entlang des Verlaufs der alten Stadtmauer zum Hauptbahnhof Paderborn. Man sollte als Wanderer auf jeden Fall eine Übernachtung in Paderborn einplanen, denn nach der Etappe ist man sicherlich nicht mehr frisch genug, sich der Sehenswürdigkeiten der ältesten Universitätsstadt Westfalens zu nähern.

Als Appetitanreger sei nur kurz angerissen, was allein in der Paderborner Altstadt zu sehen ist: Da ist der aus dem 13. Jahrhundert stammende Hohe Dom mit dem 93m hohen Westturm, dem Dreihasenfenster und der drittgrößten Kirchenorgel Deutschlands, das frühere Benediktinerkloster Abdinghof aus dem 11. Jahrhundert, die barocke Marktkirche, das Museum in der Kaiserpfalz, das Renaissance-Rathaus, das um 1560 erbaute Adam-und-Eva-Haus und noch gut 350 weitere denkmalgeschützte Gebäude allein in der Kernstadt. Von weiteren Paderborner Highlights wie dem weltgrößten Computermuseum – dem Heinz Nixdorf Museumsforum – oder dem Landschaftspark an Schloss Neuhaus wollen wir mal ganz abgesehen.

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