Raunheim

Raunheim rühmt sich, die junge Stadt im Kreis Groß-Gerau zu sein, da das Durchschnittsalter der rund 15.000 Menschen dort lediglich 38,5 Jahre betrüge – im Landesdurchschnitt seien es 42,7. So verwundert es nicht, dass es in Raunheim auch einige moderne Spielplätze gibt.

Der Raunheimer Waldsee mit seiner rund 8ha großen Wasserfläche liegt im Herzen der Natur, umgeben von Wald und Wiesen. Rund um den See, der eine Badesaison von Mitte Mai bis Mitte September anbietet, liegt ein Naturstandbad, das verschiedene Wassersportmöglichkeiten parat hat, vom Nichtschwimmer zum Surfer, vom Nacktbader bis zur Wake-Bord-Anlage. Dazu gibt es einen Bootsverleih, Grillplatz, Liege- und Spielwiesen und Sanitäranlagen.

Ausgezeichnet und auch mit Wasser zu tun hat in Raunheim die neue Ölhafenbrücke. Die Geh- und Radwegbrücke wurde 2014 von der Deutschen Akademie für Städtebau- und Landesplanung ausgelobt. Die geschwungene Ölhafenbrücke am Mainuferweg ist weiß und barrierefrei. Rund 200.000 Menschen nutzen den 170m langen Übergang jährlich. Darunter sind einige Fotografen, die diese Brücke als Motiv erwählt haben. Die Brücke ist ein Gemeinschaftsprojekt der Städte Kelsterbach, Rüsselheim und Raunheim. Der Ölhafen ist ein Punkt der Route der Industriekultur und wer sie abwandert, geht auch über die fotogene Brücke. Geht man die Regionalpark-Route, begegnet man ebenfalls dieser Brücke.

Ein Stück des Mains entlang in westliche Richtung kommt man an der Flörsheimer Fahr, einem Aussichtspunkt mit Stele vorbei. Bis zum Bau der ersten Opel-Brücke 1928 verband an diesem Punkt eine Fähre die Orte Raunheim und Flörsheim.

In der Mainstraße 25 ist das Heimatmuseum Raunheim in einem schön sanierten Gebäude zu finden. Das um 1750 gebaute Haus war einst Pfarrhaus der evangelischen Gemeinde in Raunheim, deren kleine Kirche 1752 gebaut wurde. Das Heimatmuseum ist fünfachsig, zweigeschossig mit einem Mansarddach und es ist das älteste Gebäude in Raunheim. Es wird vom Heimatverein Raunheim betrieben – das heißt in eine Öffnungszeit übersetzt: es ist ein „einmal im Monat Sonntags-Museum“. Benachbart steht die Martin-Luther-Kirche als kleiner Sakralbau mit einem barocken Dachreiter.