Rauenstein-Rundwanderung ab Zinselhöhle


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑433m  ↓433m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Rauenstein ist ein Ortsteil der Gemeinde Frankenblick, liegt im Tal der Grümpen und am Südrand des Thüringer Schiefergebirges. In die Tiefen des Gesteins können wir in der Zinselhöhle Meschenbach abtauchen, genauer: ins Schalkauer Muschelkalkplateau, aber Achtung, das geht nur nach Voranmeldung von Mai bis September. Im Winter ist die Zinselhöhle Fledermaushotel.

Die Zinselhöhle Meschenbach ist Start/Ziel. Die 160m lange Karsthöhle ist naturbelassen und zeigt Gesteine des unteren Muschelkalks. Bei einer Besichtigung mit Helm, Regenjacke, Gummistiefel und Lampe wird ein Flussbett begangen, man muss durch einen Spalt schlüpfen und einen Absatz überwinden.

Ob mit oder ohne unterirdische Erfahrung führt die Wanderung durch Wald nach Melchersberg. Die nächsten rund 6km werden wir auch mit Wald verbringen, kommen dabei über rund 723m und wieder talwärts sowie über den Aussichtspunkt Jägerhütte. Wenn wir nach rund 8kam auf einen Wasserlauf stoßen, ist das ein Bach nach Rauenstein. Dem folgen wir. Am Bach ist der Rastplatz Herrenteiche.

Rauenstein erobern wir aus nördlicher Richtung. Im Hang erhebt sich der Turm der Marien-Georgs-Kirche. Die evangelisch-lutherische Kirche St. Maria und Georg, im Kern aus dem 15. Jahrhundert, steht am Burgberg. Maßgeblich kleiner und abgesichert sind in der Nachbarschaft Ruinenreste der Burg Rauenstein, die wohl 1349 errichtet wurde. Man kann einen Abstecher dorthin machen, sieht aber nicht mehr allzu viel von der Burg.

Ein anderer Abstecher könnte uns nach Rauenstein hinab zum Museum Neues Schloss Rauenstein führen mit einem Porzellankabinett. Das Neue Schloss aus dem 17. Jahrhundert hatte mehrere Funktionen, auch Porzellan wurde dort mal hergestellt. Das Museum hat auch eine Puppen- und Bärensammlung der in Rauenstein ansässigen Schildkröt Puppen- und Spielwarenfabrik.

Durch die Landschaft führt die Wanderung an der Katharinenkirche (16. Jahrhundert) vorbei und durch Meschenbach. Mit Feldflur und wieder Wald geht’s gen Süden. Wir treffen bei der Tankstelle Welchendorf auf die Sonneberger Straße (B89), machen kehrt und wandern mit dem Retschenbach, der in Seltendorf in die Effelder münden will, durch dessen Aue zurück zur Zinselhöhle, die er kurz nach seiner Quelle durchfließt.

Bildnachweis: Von Störfix [CC BY-SA 3.0 de] via Wikimedia Commons

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