Rannasee-Runde mit Abstecher ins Mühlviertel (Oberösterreich)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑224m  ↓224m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Passauer Land liegt zwischen Wegscheid und Wildenranna das Erholungszentrum Rannasee. Mit 20ha Wasseroberfläche ist der Rannasee, aus drei Bächen aufgestaut, der größte Badesee im Bayerischen Wald und er schwappt nach Österreich. Die Ranna bildet ein Stück auch den Grenzverlauf, den wir überschreiten, um nach Oberkappel, einer Marktgemeinde in Oberösterreich, im Mühlviertel, zu kommen. Für rund 4km bleiben wir beim Nachbarn.

Nördlich kann der Rannasee per B388 angesteuert werden. Unser Start ist nördlich von Maierhof am Ostufer des Rannasees. Wir streben gleich zum See und biegen in den Seerundweg Rannasee nach links. Als man den Rannasee plante, musste der Nachbar mit ins Boot und man konnte schon 1983 bei der Eröffnung des Stausees innerhalb der Touristenbereiche die Grenze ohne Kontrolle passieren. Der Rannasee hat hübsche Badestrände, es gibt eine Wasserrutsche, Plantschbecken, Bootsverleih und andere Angebote für Wasserratten. Inmitten ist die Liebesinsel. Eilige können den Rannasee binnen einer Stunde umrunden.

Wir nehmen uns Zeit, wandern mit Seeblicken am Ufer entlang, kommen an Raschmühl und einer Kläranlage vorbei. Die Ranna ist hier auch Grenzverlauf. Die Ranna kommt aus dem Beritt des niederbayerischen Sonnen, misst 28 Kilometer und mündet im oberen Mühlviertel von Österreich bei Niederranna in die Donau. Ein Narrenruf der Oberkappeler ist „Ranna Ranna bå bå“ (= Bach). Nach etwa 2,8km haben wir die Grenze überschritten und sind in Oberkappel.

Oberkappel liegt im oberen Mühlviertel. Das Mühlviertel ist eines von vier historischen Vierteln in Oberösterreich, dieses liegt nördlich der Donau und zählt zum Granit- und Gneishochland. In Oberkappel steht das Rathaus gegenüber der katholischen Pfarrkirche, die dem hl. Ägidius geweiht ist. 1256 wurde eine Kirche erstmalig dort genannt. Um 1500 wurde die spätgotische Kirche gebaut und Mitte des vergangenen Jahrhunderts erhielt sie Erweiterungen sowie einen neuen Turm.

Wir queren die Ranna und gehen durch abwechslungsreiche Kulturlandschaft mit Wäldchen. Es geht auf, ab und wieder auf. Am Sonnenweg sind Höllmühl, Gasverdichterstation Dittmannsdorf, Dittmannsdorf. Wir wandern durch die Landschaft zurück und hinunter an die Grenze und darüber. Der Seerundweg Rannasee gibt uns Schlussgeleit.

Bildnachweis: Von Gras-Ober [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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