Rönkhausen

Ganz im Nordwesten des Finnentroper Gemeindegebiets, wo der Glingebach in die Lenne mündet, liegt der Ortsteil Rönkhausen. Zwischen Eisenberg (381m) und Almert (519m) hindurch verläuft das Bett des knapp 7km langen Glingebachs, doch für Technikbegeisterte viel spannender ist der Ursprung des Glingebachs. Folgt man ihm nämlich aufwärts, erreicht man nach nur kurzer Strecke das Pumpspeicherwerk Rönkhausen.

Der Glingebach ist sozusagen der Ablauf des Unterbeckens, der so genannten Glingebachtalsperre. Dieses untere Becken ist mit dem Oberbecken verbunden, das 270m höher am Dahlberg (570m) liegt. Der Turm, der dort oben aus dem Wasser schaut, ist übrigens ein Überlaufturm. Schließlich soll die große Badewanne auf der Bergkuppe bei starken Niederschlägen nicht überschwappen. Als Ausflugsziel beliebt ist vor allem das Oberbecken. Rundherum führt ein bequemer Spazierweg, der herrliche Ausblicke über das Sauerland ermöglicht.

Beide Becken sind mit Röhren verbunden und bilden zusammen das Pumpspeicherwerk Rönkhausen. Ein Pumpspeicherwerk dient dem Speichern von Energie. Steht mehr Energie zur Verfügung als benötigt wird, wird damit Wasser vom Unter- ins Oberbecken gepumpt. Braucht man hingegen mehr Energie als gerade produziert wird, lässt man Wasser aus dem Oberbecken in das Unterbecken rauschen und treibt dabei eine Turbine an, die Strom erzeugt.

Kunstgeschichtlich interessant ist ein Abstecher in die Pfarrkirche St. Antonius Abt in Rönkhausen. Das Gotteshaus selbst entstand zwar erst 1923, darin sind jedoch interessante Bilder und Figuren zu finden. Zum Beispiel eine Malerei der thronenden Muttergottes, die aus dem frühen 14. Jahrhundert stammt. Ein weiteres sehenswertes Element der Innenausstattung ist der detailreiche Apostelaltar mit der geschnitzten Kreuzigungsszene im Mittelpunkt. Außerdem einen zweiten Blick wert ist die eindrucksvolle Figur des St. Antonius Abt vom Anfang des 16. Jahrhunderts.