Quierschied

Im Jahre 999 wurde Quierschied als Schenkung erstmalig genannt. Quierschied liegt im Fischbachtal. Der Fischbach ist ein 17km langer Zufluss der Saar. In Quierschied wurde wahrscheinlich bereits seit dem 15. Jahrhundert Kohle abgebaut.

Welchen Einfluss der Steinkohlebergbau, sein Aufstreben und sein Niedergang, in der Region hinterlassen, wird auch am Knappschaftskrankenhaus in Quierschied deutlich. Die Bergbaublüte brachte immer mehr Menschen ins Saarland und dessen Gruben. Für die Bergleute wurden Knappschaftskrankenhäuser gebaut. In den Jahren 1907-10 bekam auch das Fischbachtal ein eigenes Krankenhaus, dessen Gesamtensemble heute unter Denkmalschutz steht.

In der Fischbacher Straße 92 bis 102 ordnen sich Ärztewohnhäuser, ein extra Wohnhaus für den Chefarzt (ab 1920 gebaut) und das Hauptgebäude an. Gebaut wurde damals im historisierenden Stil der Spätrenaissance mit Anlehnungen an die Zeit des Barock. Das Hauptgebäude zeigt sich mit einem Rundbogenportal, in dem ein Relief zu sehen ist. Das sich über viele Achsen erstreckende Gebäude mit Risalitgliederung hat einen Turm in der Mitte. Rundbögen überspannen auch den sich über drei Etagen erstreckenden Teil mit den Säulengängen.

In der Marienstraße in Quierschied steht die neugotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die ursprünglich einschiffig 1866 fertiggestellt worden war. Mit dem Wachstum der Bevölkerung wurde auch die Kirche erweitert und heute scheinen sich die beiden Seitenschiffe wie Zwillingsschwestern dem älteren Bruder in der Mitte unterzuhaken. Sehenswert ist der Altar mit den filigranen goldenen Verzierungen.