Plittershagen

Zusammen mit Oberholzklau ist Plittershagen einer der ältesten Ortsteile Freudenbergs. Schon im Jahr 1048 wird der Plittershagener Bach erwähnt, heute Plittersche genannt, was darauf schließen lässt, dass zu dieser Zeit auch das dazugehörige Tal besiedelt gewesen sein muss. Dieses Tal ist ein Seitental der Asdorf, die in südlicher Richtung der Sieg zufließt, und befindet sich ganz im Südwesten des Freudenberger Berglands.

Dass die Gegend sehr wahrscheinlich auch schon weitaus früher besiedelt war, darauf deutet ein jungsteinzeitliches Steinbeil hin, das ganz in der Nähe von Plittershagen gefunden wurde. Zu sehen ist es im Stadtmuseum Freudenberg.

Die Heimatstube in Plittershagen stellt hingegen deutlich jüngere Exponate aus. Die Dorfschule, eine in Fachwerk ausgeführte Kapellenschule, wurde bis 1968 als Schulgebäude genutzt. Seither dient sie als Heimatstube und Dorfgemeinschaftshaus. Verschiedene Urkunden und historische Fotografien aus der Ortsgeschichte sind hier zu sehen, ebenso wie Schulbänke, Haushaltsgerätschaften, landwirtschaftliche Geräte und eine komplette Schusterwerkstatt.

Wen die Schusterwerkstatt auf den Gedanken gebracht hat, die umliegende Gegend auf Schusters Rappen zu erkunden, dem sei der kurze Spaziergang zum Asdorfer Weiher empfohlen. Auf knapp 6ha erstreckt sich hier das Naturschutzgebiet Plittersche, das aus dem knapp 1ha großen See, einem Teil der Weibe als Zufluss sowie aus einer sumpfigen Verlandungszone besteht. Feuersalamander und Ringelnattern sind hier ebenso zu Hause wie seltene Wasser- und Sumpfpflanzen.

Der See ist allerdings nicht natürlichen Ursprungs. Er wurde im 15. Jahrhundert künstlich angestaut und diente als Fischteich. Zu dieser Zeit war er mit 10ha Wasserfläche auch noch sehr viel größer als heute. Der Staudamm diente zusätzlich bis in die 1980er Jahre als Bahntrasse, doch diese Bahnstrecke ist heute stillgelegt.