Okertaler Klippenwanderung von der Romkerhall


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 3 Min.
Höhenmeter ca. ↑733m  ↓733m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Rundwanderung zwischen dem Ort Oker und der Okertalsperre gelegen führt uns entlang des Okertals zu den zahlreichen oft auch sagenumwobenen Klippen, die so klangvolle Namen haben wie Hexenküche und Mausefalle.

Wir lernen wollsackverwittertes Granit kennen. Das ist eine besondere chemisch-mechanische Art der Verwitterung harten Gesteins, das unterirdisch stattgefunden hat. Durch das Wegspülen der Sedimente entstanden dann die bizarren Felsen, die so typisch Harz sind.

Ein absolutes Highlight ist der Aufstieg zur Kästeklippe auf dem höchsten Punkt unserer Wanderung auf dem Huthberg (605m). Sehenswert ist auch unten im Tal der Romkerhaller Wasserfall.

Dort ist auch der Start unserer Wanderung, im kleinsten Königreich der Welt, wie sich ein Gastronom günstig ausgedacht hat, weil sein „Romkerhall“ bei der Gebietsreform vergessen worden war. Der Romkerhaller Wasserfall wurde im ausgehenden 19. Jahrhundert künstlich angelegt, von einem König, der hier drunten im Okertal sein Jagdrevier pflegte.

Über den Unteren Kahbergsweg gehen wir in nördliche Richtung durch das Okertal. Rechts von uns fließt sie und bildet die Verlobungsinsel sowie ein Ausgleichsbecken der Oktertalsperre. Ein erstes Klippen-Highlight erwartet uns an den Adlerklippen am Fuße des 527m hohen Kahbergs. Die Adlerklippen sind ein beliebtes Ziel für Wanderer und Kletterer mit einer rund 15m hohen Kletterwand. Wenn wir am Waldhaus in Oker an der Oker angekommen sind, macht unsere Runde seine Wende und wir gehen gen Süden.

Wir sind auf circa 235m, haben nun rund 4km bergan bis zum höchsten Punkt der Wanderung vor uns und gehen über den Ziegenrückenweg. Links ist die Ziegenrückenklippe und wir kommen an der Schutzhütte Ziegenrücken vorbei. Der Bergmannscher Weg führt uns zur Kästeklippe. Zuvor könnten wir noch einen Abstecher zum großen Treppenstein machen. Wer Stempel für die Harzer Wandernadel sammelt, sollte da hin und wer schöne Aussichten genießen möchte, auch. Am Fuße des Treppensteins wurden Reste einer Befestigungsanlage gefunden.

Der Weg führt uns weiter über die Kästestraße zu den Kästeklippen und zum Kästehaus, wo man sich stärken kann. Wir sind auf dem Huthberg, der eine Nordost- und eine Südwestkuppe hat und blicken über das Okertal sowie ins Harzvorland. In der Berggaststätte gibt es auch einen Stempel zur Wandernadel.

Zu den Felsformationen des Huthberges zählen mehrere interessante Gesteinsberge. Wir kommen als nächstes zur Hexenküche auf einer Höhe von rund 570m. Hier sieht man die „Wollsäcke“ kompakt aufeinandergestapelt. Ein Stapel mit Durchblick ist die Mausefalle, zu der wir vom Weg nach rechts einen Abstecher machen sollten. An der Mausefalle zeigt sich das Naturereignis der Verwitterung besonders schön – es sei denn, ein Riese hätte den Stein dort platziert um was zu fangen. Wenn wir jetzt noch ein Stück dem Abstecher folgen, kommen wir zur Feigenbaumklippe.

Der Weg führt uns dann zur Kleinen Romke und auf den „Oberer Romkerkopfweg“, in den wir rechts einbiegen. Ihm folgen wir um den „Großer Romke“ mit 568m herum, kommen zum „Große Romke“, folgen der Romkestraße durch das Tal und sind wieder im Königreich.

Vgwort