Okertalsperre, Ahrendsberger Klippen, Romkerhalle und Adlerklippen (Harz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 27 Min.
Höhenmeter ca. ↑626m  ↓626m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Im Dreieck zwischen Goslar, Bad Harzburg und Altenau liegt die Okertalsperre. Hier wandern wir heute. Wir gehen hinauf zu den Ahrendsberger Klippen, über Romkerhalle zum Ausgleichsbecken der Okertalsperre und den Adlerklippen, dann in Höhenlage westlich der Oker durch den Wald zurück.

Die Oker ist ein 128km langer niedersächsischer Fluss, der am Bruchberg im Harz entspringt und nördlich von uns bei Müden in die Aller mündet. Wir starten nördlich der Okertalsperre am Parkplatz an der B 498 und nahe dem Damm, wo die Oker wieder ausgeleitet wird.

Die Okertalsperre, Baubeginn 1938, hat eine Wasseroberfläche von 225ha und wurde mit einer Bogengewichtsmauer als Besonderheit gebaut, die die Druckkräfte aufnimmt. Zweck der Talsperre ist Wasserausgleich und Stromerzeugung, indirekt dient sie auch der Trinkwassergewinnung.

Die Kronenlänge der Staumauer beträgt 260m, die wir abschreiten, um dann einem Stück dem Okerstauseeufer zu folgen, bevor wir uns in die Höhenlage der Ahrendsberger Klippen aufmachen. Wir erreichen dort nach rund 3,5km den höchsten Punkt der Wanderung, wo wir auch eine Stempelstelle der Harzer Wandernadel antreffen. Die Ahrendsberger Klippen liegen rund 200m über dem Okertalsperrenniveau und sind imposante Granitfelsen mit schöner Aussicht auf das untere Okertal sowie ins nördliche Harzvorland.

Nun geht es steil hinunter über den Jägersteig zur Oker und nach Romkerhalle mit dem Wasserkraftwerk (1956). Im dem „kleinste Königreich der Welt“ Romkerhalle findet sich Gastronomie und in der Nähe ist der Romkerhaller Wasserfall, wo die Kleine Romke rund 70m in die Tiefe stürzt. Der Wasserfall wurde 1863 künstlich angelegt und geht auf die Initiative des Hannoveraner Königs Georg V. zurück, der hier sein Jagdrevier hatte.

Wir überqueren die Oker, die jetzt rechts von uns mäandert. Der Weg heißt E 6 und bringt uns zur kleinen Verlobungsinsel, wo sich die Oker kurz in zwei Bögen aufteilt, bevor sie im Ausgleichsbecken der Okertalsperre wieder zusammenkommt. Kurz drauf ist nochmal kurz Trennung angesagt und wir passieren beide Okerarme beim Seitenwechsel. Wir treffen auf die B 498. 

Nächstes Ziel sind die Adlerklippen aus Vorturm, Mittelklippen, Nordmassiv und der Adlerklippe mit Aussichtspunkt. Die Adlerklippen aus Granitfelsen sind ein sehr beliebtes Klettergebiet. Rund 15m ragt eine der Felswände in die Höhe. Je nach Baumbewuchs ringsherum kann man mal mehr mal weniger Talblicke erhalten – auf jeden Fall sind die Felsen am Kahberg imposant!

Von den Adlerklippen geht es wieder an die Oker hinab. Wenn wir fast 9km gewandert sind, geht die Runde gen Süden und zurück. Wir folgen dem Weg Düsteres Tal, von einem Bächlein begleitet, und kommen auf den Unterer Kahbergsweg. Über Höhenlagen von rund 500m bis zum Ausgangsort mit 415m begleitet uns Harzwald.

Bildnachweis: Von Lotte76 [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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