Ochsenwang: Rundtour über Breitenstein, Burg Teck und Diepoldsburg


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑561m  ↓561m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Um 1100 entstand die Burg Teck, vermutlich unter der Regie der Herren von Teck. Das „Teck“ hören wir hier öfter: Teckberg, Naturschutzgebiet Teck, Weilheim an der Teck, Kirchheim unter Teck und Bissingen an der Teck, Dettingen unter Teck. Ochsenwang ist ein Ortsteil von Bissingen an der Teck. Wir wandern zur Burg Teck, von der wir Aussichten genießen, ebenso wie vom 812m hohen Breitenstein.

Ochsenwang liegt zwischen der Zipfelbachschlucht und dem Bissinger Tal auf einer Hochfläche der Schwäbischen Alb. Wir freuen uns auf eine reichhaltige Naturlandschaft mit Naturschutzgebieten, Heiden, Wäldern und Wiesen, Aussichten vom Turm auf Burg Teck oder vom Breitenstein.

Start ist an der Bissinger Straße auf einem Parkplatz nahe einem Fabrikverkauf. Wir halten uns westlich und biegen nach links ab, der Straße K1253 ein Stück folgend und zwar Richtung der kleinen Ansiedlung Diepoldsburg. Dabei kommen wir an einem Gedenken an Theodor Krehl und der Rauberweidhöhle vorbei. Entlang Waldrand geht es nun zur Ruine Diepoldsburg.

Die Ruine Diepoldsburg besteht aus der Oberen Diepoldsburg (um 1210) und der Unteren Diepoldsburg, genannt Burg Rauber wegen der Raubritter. Die Felsenburg nahe Unterlenningen liegt über dem Lautertal auf einem rund 780m Felsgrat. Bei der Oberen Diepoldsburg wurde die 8m hohe Schildmauer zum Teil aufgebaut. Von der jüngeren Burg Rauber sind neben Bodenspuren eine Zisterne erhalten.

Wir gehen talwärts zum 615m hohen Sattelbogen, an dem sich einige Wanderwege kreuzen und wir das Naturschutzgebiet Teck betreten, mit Wäldern, Heiden, Feucht- und Trockenwiesen sowie Obstkulturen und Hainen. Am Zeugenberg Teck, sind auch die Höhlen geschützt, wie beispielsweise die Veronikahöhle mit ihrem 3 x 6m großen Portal. Hinter ihrem 15m tiefen und verschütteten Spaltgang käme man in die Beutlin-Höhle.

Weitere Aussichten haben wir rund um die Burg Teck, die im 16. Jahrhundert kriegerischer Zerstörung erlag. Auf den Fundamenten wurde 1889 ein Aussichtsturm errichtet. 76 Stufen führen hinauf. Man sieht unter anderem die drei Kaiserberge Hohenstaufen, Rechberg und Stuifen, das Neckartal, den Stuttgarter Flugplatz oder südlich die Burgruine Hohenneuffen.

Weitere Erlebnisse auf dem Teckberg bietet das Gastronomie anbietende Wanderheim Burg Teck. Benachbart ist das Sibyllenloch, wo rund 2.000 Skelettreste von den einstigen Höhlenbewohnern wie Bär, Löwe, Hyäne oder Wildpferd gefunden wurden. Über ein Stück Tecksteige geht es talwärts zum Bleicherhäusle, von offener Landschaft umgeben.

Über den Stockweg kommen wir an den Gießnaubach mit kleinen Ansiedlungen, Äckern und Flur. Dann tangieren wir den Norden des Naturschutzgebiets Eichhalde mit heidartiger Landschaft und Orchideen, Magerrasen, vereinzelnd stehenden Bäumen, Büschen und Heckenriegeln. Zwischen Kilometer 9 und 11 gilt es 350m Anstieg zu meistern. Wenn uns beim Bergaufwandern wieder Wald umgibt, könnten wir einen kleinen Abstecher zur Ruine Hahnenkamm (1250-1280) unternehmen, von der rekonstruierte Mauerreste aus Buckelquadern und Bruchsteinen zu sehen sind.

Wir überqueren das Sträßchen Ochsenwanger Steige, kommen am Rennsteigbrünnele vorbei und erreichen nach etwa 11km gesamt den Gipfel des Breitensteins (812m). Sein Plateau bietet einen herrlichen Blick ins Umland der Schwäbischen Alb, es ist Geotop und flächenhaftes Naturdenkmal, das gerne für Ausflügen angesteuert wird.

Gen Nordwesten kann man bis nach Stuttgart sehen. Jetzt ist es nicht mehr weit bis Ochsenwang, wo man das Mörikehaus besuchen kann. Der Lyriker Eduard Mörike (1804-1875) wohnte von Januar 1882 bis Oktober 1883 in Ochsenwang.

Bildnachweis: Von Harke - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, Link

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