Oberhenneborn

Am Zusammenfluss von Henne und Sachmecke, zwischen Mühlenberg (543m), Wellberg (615m) und Hömberg (661m), liegt der Schmallenberger Ortsteil Oberhenneborn. Umgeben von weitläufigen Wiesen ist das Fachwerkdorf für sich genommen schon eine Sehenswürdigkeit. Und seit 1985 ist das sogar offiziell anerkannt - denn damals gewann Oberhenneborn eine Goldmedaille auf Bundesebene im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden.

Und so verläuft durch Oberhenneborn auch eine der sogenannten Golddörferrouten im Sauerland. Der Titel ist kaum zu erringen, ohne dass die ganze Dorfgemeinschaft mit anpackt. Und so wird in Oberhenneborn noch rege das traditionelle Brauchtum gepflegt. Zum Beispiel das Fest der Heiligen Agatha, der Kirchenpatronin, im Februar, das Jagen des Sonnenvogels oder die Krautweihe zu Mariä Himmelfahrt, wenn ein Strauß von 26 Kräutern und anderen Bestandteilen gesegnet wird.

Folgt man der Straße über den Sattel zwischen Heyer Knochen (555m) und Immesbeil (573m) in Richtung Osten und spaziert anschließend hinunter ins Rarbachtal, erreicht man direkt den winzigen Ort Föckinghausen. Ein zweites Bundesgolddorf liegt gleich um die Ecke. Man muss nur dem Rarbach von Föckinghausen aus abwärts folgen, um Kirchrarbach zu finden, das 1991 mit Gold ausgezeichnet wurde.

In Kirchrarbach ist die Pfarrkirche St. Lambertus einen Besuch wert. Sie entstand in der heutigen Form Anfang des 20. Jahrhunderts, man übernahm dabei allerdings den Chor und den Westturm aus dem Vorgängerbau. Bemerkenswert ist der Hochaltar, der auf das Jahr 1644 datiert, der im Mittelfeld die Geburt Christi zeigt. Ebenfalls deutlich älter als das Kirchengebäude sind die barocke Kreuzigungsgruppe am Chorjoch und ein aus dem 15. Jahrhundert stammender heiliger Bischof aus Eichenholz.