Oberfischbach (Freudenberg)

Oberfischbach liegt ganz im Südosten des Freudenberger Berglands am Zusammenfluss von Heuslingbach und Fischbach. Letzterer ist ein knapp 7km langer Zufluss der Asdorf, der bei Niederndorf mündet. Der Fischbach hatte ehemals besonders reiche Fischbestände zu bieten, was dem Bach und damit auch dem Ort seinen Namen gab, der 1342 erstmals urkundlich erwähnt wurde.

Sehenswert in Oberfischbach ist vor allem die evangelische Johannes-Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Die zuvor bestehende aber baufällige mittelalterliche Kirche sollte eigentlich nur gründlich renoviert werden und ein neues Dach erhalten. Doch letztlich entschied man sich dafür, eine völlig neue Kirche zu bauen. 1796 wurde der einschiffige Hallenbau in Dienst genommen und ist seither weitgehend unverändert geblieben.

Als besonderer Schatz gilt die Orgel in der Oberfischbacher Kirche. Sie wurde im Jahr 1820 durch den Orgelbaumeister Georg Wilhelm Christian Roetzel gebaut und Anfang der 1990er Jahre behutsam restauriert. Damit ist die Roetzel-Orgel von Oberfischbach die älteste erhaltene Orgel im Siegerland.

Dank seiner landschaftlichen Lage ist Oberfischbach auch als Ausgangspunkt für Wanderungen sehr beliebt. Verschiedene Rundwanderwege führen durch den Ort bzw. darum herum, und auch einer der großen macht hier Station: Der Schlösserweg X19 des Sauerländischen Gebirgsvereins (SGV) führt mitten durch den Ort hindurch.

Bevor der X19 Oberfischbach erreicht, streift er den kleinen Nachbarort Heisberg. Das Dorf, das im Nordwesten von Oberfischbach kurz vor der A45 liegt, ist eines der kleinsten im Freudenberger Stadtgebiet und wurde 1342 erstmals urkundlich erwähnt. Lange Zeit war der Ort rein landwirtschaftlich geprägt, doch heute dient er hauptsächlich als Wohnsiedlung.

Das Dorfbild prägen die zahlreichen gut gepflegten Fachwerkhäuser. Das eigentliche Highlight von Heisberg ist die Ortsmitte mit dem Löschweiher, an dessen Ufer eine historische Feuerwehr-Handspritze zu besichtigen ist. Ebenfalls einen Besuch wert ist der Heisberger Backes, das alte Backhaus, in dem bis heute regelmäßig gemeinschaftlich Brot gebacken wird.