Oberes Püttlachtal: Rundwanderung ab Elbersberg (Pottenstein)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 13 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑295m  ↓295m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Elbersberg in der Fränkischen Schweiz gehört zur Stadt Pottenstein, die 3,5km nordwestlich liegt. Wir wandern von Elbersberg aus ins Püttlachtal, fernab von Straßenlärm. Das Obere Püttlachtal zeigt sich mit interessanten Felswänden zu beiden Seiten der Püttlach. Hasenloch und die Himmelsleiter Pottenstein sind auch an der Runde.

Start ist in Elbersberg bei der Elbersberger Kirche St. Jakobus der Ältere. Die einschiffige Saalkirche entstand von 1833-35 und hat einen achteckigen Turm. Im Inneren ist eine spätbarocke Ausstattung mit reich verzierten Altären. Unser erster Kilometer ist auch unser letzter und führt uns durch Feldflur.

Wenn sich die Runde öffnet, halten wir uns rechts. Mit abwechslungsreicher Waldlandschaft wandern wir ins Püttlachtal. Wir queren die Püttlach, die rund 28km misst, südlich von Hummeltal-Bärnreut ihre Quelle hat, und bei Gößweinstein-Behringersmühle in die Wiesent mündet. Zwischendrin hat sie sich tief in die Juralandschaft gegraben.

Gut 3km wandern wir mit der Püttlach zur Linken, kommen am Veilchenbrunnen vorbei und nach etwa 6km gesamt an der Adamsfelsenhöhle bei einem kleinen Spielplatz aus. Beim Adamsfels wechseln wir die Seite der Püttlach und es geht bergauf, mit Wald zum Großen Hasenloch.

Wir erfahren von einem Schild, dass es sich beim Großen Hasenloch um eine frühzeitliche Jägerhöhle handelt, gut 7.000 v. Chr. Hatten die sich hier schon untergestellt, um Beutetiere zu zerlegen wie Mammut, Urstier, Höhlenbär und Höhlenlöwe und vermutlich als Appetithappen Hasen.

Auf einer Lichtung unter einem Baum sehen wir die kleine Hofmannskapelle und wir schlagen den Weg zur Himmelsleiter Pottenstein ein, die 2014 aufgestellt wurde. 37m hoch und gelobt, mit einer überdachten Aussichtsplattform auf rund 25,5m, 150 Stufen spindeln sich nach oben. Von dort genießt sich eine herrliche 360° Rundumsicht über die Fränkische Schweiz und bis ins Fichtelgebirge, jedenfalls im Sommer, im Winter ist der Turm geschlossen.

Durch abwechslungsreiche Landschaft wandern wir zur Elbersberger Kapelle, einer kleinen Feldkapelle mit Zeltdach aus dem Jahr 1798. Sie liegt am Jakobsweg zwischen Pegnitz und Hiltpoltstein. In der Nähe ist der Kapellenhof mit Gastronomie.

Ab und auf geht’s zu den Windlöchern und der Jubiläumshöhle, einer recht jungen Entdeckung von 1974. Finder waren die Mitglieder der Forschungsgruppe Höhlen und Karst Franken, die das 10jährige Vereinsbestehen feierten. Einige von ihnen machten sich auf, die Windlöcher zu befahren, die heißen so weil dort der Wind so pfeift. Sie entdeckten eine Nische, buddelten und legten den Eingang in die Jubiläumshöhle frei. Bis zu unserem Ausgangsort sind es nur noch 2,3km.

Bildnachweis: Von G. Zapf [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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