Nordracher Sagenrundweg


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 11 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 54 Min.
Höhenmeter ca. ↑384m  ↓384m
Ortenauer Sagenrundweg 18 Markierung Wegzeichen Beschilderung

Mit dem Gespenst Nummer 18 wandern wir auf den Spuren der Nordracher Sagenwelt, genießen Aussichten über das Nordrachtal bis in die Vogesen. Dabei erwandern wir teils schmale und steile Pfade, werden überwiegend durch Wald kommen, treffen auf die kleine Ansiedlung Mühlstein mit Gastronomie und Kapelle, von einer Lichtung umgeben und kommen über das Schanzbächle.

Nordrach ist eine kleine Gemeinde im westlichen Schwarzwald im Ortenaukreis. Die Gemeinde erstreckt sich über fast 6km in der Länge und ist Luftkurort. Einst wurden in Sanatorien Lungenkranke behandelt. Der Ort liegt am Kinzigtäler Jakobusweg.

Wir starten „Im Dorf“, nahe der Pfarrkirche St. Ulrich von 1905, und beim Rathaus und biegen in die Schanzbachstraße. Mit ihr kommen wir zur Erholungsanlage Schanzbach, halten uns links und gelangen in den Wald aufwärts. Nach fast 700m öffnet sich die Runde, die wir im Uhrzeigersinn gehen und dabei Bögen schwingen.

Wir treffen auf die Sträßchen Ruhlsbach und Stollengrund. Am Stollenberg sei ein Schatz vergraben. Den findet man nur, wenn man über ihm mit einem Heuwagen einbricht. Die Runde macht einen Bogen mit Aufwärtswandern. Beim Flacken machen die Bäume Feldflur Platz und wir kommen zu einem Kreuz mit Aussicht.

Sagenhaftes bietet Mühlstein. Im 19. Jahrhundert soll ein Geist herumgespukt haben, gern auch mal als Katzentier. Der Geist nervte vornehmlich die Tiere im Stall. Als die Kapelle gebaut wurde, war der Geist wohl genervt und es sei still geworden. Der Hof Vogt auf Mühlstein wurde 1774 neu aufgebaut und zeigt sich im historischen Gewand mit Gaststätte.

An Flacken vorbei kommen wir ins Nordrachtal zurück. Die durchs Tal fließende Nordrach misst rund 15km und fließt mit dem Harmersbach zum kurzen Erlenbach zusammen. Der braucht dann nur noch 2,5km, um alles Wasser in die Kinzig zu entlassen.

Bildnachweis: Von Alfred Kiefer [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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