Nikolsdorfer Wände: Rundtour bei Königstein (Sächsische Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑191m  ↓191m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nikolsdorf bildet mit Leupoldishain einen Ortsteil der Stadt Königstein, die sich östlich unserer heutigen Runde durch das Elbsandsteingebirge mit der Festung Königstein erhebt. Diese Festung ist eine der größten Bergfestungen Europas.

Die Festung und unsere Tour sind linkselbisch und wir wandern durch die bizarre Felsenlandschaft der Nikolsdorfer Wände. Südlich von diesem Klettergebiet liegt als weiteres das Labyrinth, das ebenfalls von Wanderern und Kletterbegeisterten gern aufgesucht wird.

Die kurze knackige Runde starten wir in Leupoldishain. Das Waldhufendorf ist ebenso wie sein Nachbar Nikolsdorf aus einer Rodung heraus entstanden. Unser Fahrzeug lassen wir beim Vereinsheim beim Parkplatz an der Dorfstraße stehen. An einem Weiher vorbei gehen wir auf den Schäfersteig, nahe dem Teichwächter (338m), der sich links erhebt, rechts ist der Leupoldishainer Bach. Es geht aufwärts durch die Natur mit Wald und Fels.

Wir wandern Richtung Kiefernturm, treffen ein Bächlein auf dem Weg zum Dürren Grund, den wir auch passieren. Wir sind dann auf dem Kletterzustieg Nikolsdorfer Turm. Die Nikolsdorfer Wände entstanden aus einer größeren Sandsteinplatte zwischen Leupoldishain, Nikolsdorf und Langenhennersdorf. Nördlich und südlich der Orte wurde in den 1960ern das Uranerzvorkommen der Lagerstätte Königstein erschlossen, durch die SDAG Wismut, was auch die Nikolsdorfer Wände betraf.

Es gab in der Umgebung Tagesschächte und Wetterbohrlöcher sowie Halden. Im Seitental Wolfsgrund wurde dieser mit Abraum aufgefüllt. Der östlich des Nikolsdorfer Turms stehende Fels Wolfsgrundwächter fiel dem zum Opfer. Am noch stehenden Gipfelturm wurde eine Gedenktafel angebracht. Am weiteren Weg ist die Nikolsdorfer Nadel im Klettergebiet zu finden. Weitere Felsen heißen Kubus und Frosch.

Wir wandern um den Richters Grund und kommen an der Wildpretskammer (Kleiner Kuhstall) vorbei. Im Anschluss treffen wir die Naturbühne Leupoldishain, die den Bergarbeiten geopfert wurde. Sie entstand 1958 durch die Hände der Einwohner und musste bereits 1965 aufgrund von Sicherheitsbedenken der Wismut geschlossen werden. 1990 wurde die Uranförderung eingestellt und seit 2011 wird die Fläche der Naturbühne dann und wann wieder bespielt. Wir wandern weiter talwärts und gelangen nach rund 4,6km auf die Promenade. Nikolsdorf mit einem Campingplatz liegt östlich, wir wandern durch Wald und Wiesen zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Carsten Pietzsch [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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