Nenderoth

Landgasthof RudolphLandgasthof Rudolph

Von Arborn aus nur 2km östlich gelegen stößt man auf Nenderoth, das Nizza des Westerwalds. Diesen Beinamen gab man dem Dorf, weil es trotz Zugehörigkeit zur rauen Westerwaldregion aufgrund seiner geschützten Südhanglage über eine sehr reiche Flora und Fauna verfügt.

Mehrmals nahm der Greifensteiner Ortsteil Nenderoth am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ teil und heimste mehrere Preise bis auf Bundesebene ein. Die Einwohner können damit mit Fug und Recht behaupten, in einem der schönsten Orte Hessens zu leben.

In der Ortsmitte befindet sich die alte Kirche aus dem 13. Jahrhundert, die als Wehrkirche mit einem flach gedeckten Hauptschiff errichtet wurde. Ab 1310 hatte Nenderoth ein eigenes Gericht, das in einer Halle, die an die Kirche angebaut worden war, abgehalten wurde. Nenderoth gehörte damals zur Calenberger Cent, einem mittelalterlicher Gerichtsbezirk mit Standort auf dem Kahlenbergskopf (402m). In unmittelbarer Nähe der Kirche liegt das alte Backhaus mit dem Heimatmuseum. Die Backstube ist noch funktionsfähig und wird vom Verein Nenderother Heimatstube mehrmals pro Jahr in Betrieb genommen.

Rund um Nenderoth kann man hervorragend das Kallenbachtal erkunden. Z.B. lohnt ein Gang in den Bergwald oberhalb Nenderoths. Hier findet man den Nenderother Wasserfall, ein großer Name für den kleinen Leyenbach, der sich hier über einige Felsen stürzt. Bei gutem Wasserstand - vornehmlich im Frühjahr und Herbst – bildet der Wasserfall aber eine pittoreske Kulisse. Im Winter verwandelt sich der Nenderother Wasserfall bei längeren Frostperioden in eine natürliche Eisskulptur.