Naturlehrpfad Gießübler Schweiz (mit Fehrenbacher Schweiz)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 14 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 44 Min.
Höhenmeter ca. ↑521m  ↓521m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Gießübel ist ein Ortsteil der Gemeinde Schleusegrund im Thüringer Wald und liegt im Tal der Neubrunn und der beiden Bäche Rehbach und Dachsbach. Man zählt um 500 Einwohner und ist recht froh über den schmucken Ort nahe am Rennsteig, und will die Freude teilen, durch die Erschließung des Naturlehrpfades „Gießübler Schweiz“, mit bizarren Konglomeratfelsen, wie dem Felsentor Nadelöhr, dass im Gießübler Wappen zu sehen ist.

Der Naturlehrpfad durch die abwechslungsreiche Landschaft der Gießübler Schweiz mit ebenso vielfältiger Flora und Fauna ist mit Informationstafeln versehen, die Wissenswertes über die Tiere, Pflanzen und die Geologie verraten. Wir wandern durch die Seitentäler des Dachs- und des Fehrenbachs, Wald wechselt mit Blumenwiesen, Trockenrasen und Hochmoorflächen, wir treffen auf die Biber nach Masserberg und haben etliche Aussichten. Eine erste davon haben wir vom Löffelberg herab auf Gießhübel, nachdem wir beim Kulturhaus Gießhübel am Rehbach gestartet sind. Es geht dann durch das Dachsbachtal.

Der Dachsbach bildet den 1m messenden Neuntal-Wasserfall im Neuntal. An der Dachsbachkanzel kommen wir vorbei und an den Ortsrand von Heubach, mit dem Schullandheim Kammbergbaude.

Wir passieren die Fehre auf dem Weg nach Fehrenbach. Östlich von Fehrenbach ist übrigens die erste Werraquelle in Stein gefasst. In Fehrenbach fließt die Fehre in die Biber (12km). Die Gegend ringsherum wird aufgrund der Felsformationen auch Fehrenbacher Schweiz genannt. 

Wir wandern entlang der Biber nach Masserberg, westlich ist der Fehrenberg (835m). Masserberg ist seit 1999 ein heilklimatischer Kurort, den wir lediglich streifen. Die Wanderung führt jetzt auf dem Rennsteig weiter, durch offene Landschaft. Es geht hinauf zur Bergstation beim Wintersportpark Ersteberg. Kurz drauf erreichen wir bei etwa 834m den höchsten Punkt der Runde. Die Schutzhütte Ersteberg ist auf 825m und wir verlassen den Rennsteig, der nach rechts abbiegt.

Unsere Zielrichtung ist Gießübel. Eine weitere interessante Felsformation ist der Langertfelsen auf 800m. Eine Leiter führt auf den massig wirkenden Steinklotz und man kann in die idyllische Kulturlandschaft schauen. Etwa 11,2km sind wir bis hierher gewandert und erleben auf den restlichen 2,3km Mischwald und Kulturlandschaft. Über den Einweg geht es zum Kulturhaus Gießhübel zurück. In Gießübel steht die achteckige, evangelische Kirche Zur heiligen Dreifaltigkeit im Stil des Barocks (1723).

Bildnachweis: Von Edelmauswaldgeist [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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