Nationalpark-Runde: Martinsklause-Rachselsee-Racheldiensthütte


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 17 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 31 Min.
Höhenmeter ca. ↑522m  ↓522m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir nehmen uns ein Stück deutsch-tschechischen Grenzverlauf vor, wo die Anhöhen sich wie Perlen an der Schnur aufreihen. Kleine Bäche und der Rachelsee sind weitere Themen auf der Tagesordnung. Start ist nördlich von Waldhäuser.

Die Streusiedlung Waldhäuser gehört zur Gemeinde Neuschönau. Das Örtchen ist auch nur durch die Waldhäuser Straße verbunden. Wir kommen bei der Anfahrt zum Parkplatz Fredenbrücke gar nicht mal rein. Der Wanderparkplatz ist Ausgangsort einiger Runden, zum Beispiel zum Lusen (1.373m) östlich, in dessen Richtung wir auch loswandern. Bemerkenswert ist auch, dass es hier etliche Gewässer gibt, die sich in die Kleine Ohe schütten. Wir gehen ihrem Ursprung entgegen aufwärts, durch den duftenden Wald.

Die Kleine Ohe entsteht aus mehreren Quellbächen am Süd- und Westhang des Lusen und sammeln sich in der Martinsklause. So heißt der See, der 1835 zur Holztrift angelegt wurde und aus dem die Kleine Ohe hervorkommt. Den malerisch gelegenen Triftsee haben wir bereits nach 1,5km erreicht.

Wir gehen weiter aufwärts durch Wald. Das Quellbächlein in der Nähe heißt Hochauseige. Wir genießen Aussichten und kommen zum Geotop Teufelsloch. Hier halten wir uns scharf links und wandern auf einem schmalen Pfad (dem Oberen Horizontalsteig) parallel zur Rachelhöhenstraße.

Nach einiger Zeit kreuzen wir das Schreyerbachtal. Der Schreyerbach ist wiederum ein Zufluss der Kleinen Ohe. Wenig später kommen wir zum Markungsgraben und zur Kaltenbrunner Seige, die sich wenig später an der Schachtenbachklause zum Hinteren Schachtenbach vereinen. Unser nächstes Ziel am Weg sind die Lichtung Steinschachten und die Felsenkanzel mit Aussichten über Teile des Nationalparks und den Böhmerwald.

Dann geht es vor bis heran an den Rachelsee. Der Rachelsee ist ein sehr stiller, weil abgelegener Karsee und er ist sauer. Durch Aufstauung standen am Rand viele Bäume, die fielen um und rotteten. Es geht die Sage, in den Seetiefen hätten die Fische keine Augen – naja, der See hat keine Fische – aber Platz für verlorene Seelen.

Wir treffen auf den Seebach und auf den Weg Oberer Horizontalsteig, kommen an einem Brunnen vorbei zur Schachtenbachklause, aus der der Hintere Schachtenbach ausleitet. Da ist auch die Racheldiensthütte, über hundert Jahre alt, 2017 aufwändig renoviert und im Sommer bewirtschaftet. Zum Ausgangsort sind es nur noch drei Kilometer.

Bildnachweis: Von DALIBRI [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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