Mühlenweg Treuchtlingen


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 12 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 4 Min.
Höhenmeter ca. ↑343m  ↓343m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Treuchtlingen, das sich als Thermenstadt im Naturpark Altmühltal anbietet, wird von der Altmühl durchflossen. Wir erkunden den Mühlenweg der sich östlich von Treutlingen in die Landschaft legt. Wir lernen kennen: das Altmühltal, das Dolinenfeld der Osterdorfer Löcher mit Höllentrichtern, Schambach mit der Willibaldskirche am Schambach, das Naturschutzgebiet Schambachried wird gestreift, der Nagelberg (542m) eröffnet den Mühlenblick. In Treuchtlingen erfreuen uns schmucke Baudenkmäler.

Wir parken bei der Stadthalle und queren die Altmühl. Auf stillen Wegen geht es über den Burgstall Richtung Dietfurt in Mittelfranken, durch Wald und Flur, auf und ab. Ein Stück gehen wir mit der Altmühl und unterqueren die B2. Schneckenhofer Straße und Sommerstraße bringen uns in nordöstliche Richtung. Mit Waldrand wandern wir den Dietfurter Albrandweg, queren die Straße, die nach Osterdorf führt und tauchen erneut in den Wald ein. 

Steil ansteigend wandern wir auf die waldreiche Hochfläche mit den Osterdorfer Löchern und seinen Höhlen. Rund 80 sogenannte Höllentrichter sind als Vertiefungen als Geotope eingetragen. Eine Annahme geht davon aus, dass das Dolinenfeld infolge von Bohnerzabbau entstand. Hier versickert Wasser.

Durch offene Landschaft wandern wir nach Schambach hinab, wo munter das Flüsschen Schambach durch den Ort plätschert. Der Ortskern ist von flachgiebeligen Altmühlhäusern geprägt. Recht hübsch ist die evangelische Kirche St. Willibald, deren heutiger Bau in den ältesten Teilen auf das 14. Jahrhundert verweist. Das Langhaus wurde 1739 neu errichtet.

Wir verlassen Schambach gen Westen, passieren die B2 erneut und kommen durch offene Landschaft über den Espangraben. Der fließt am Naturschutzgebiet Schambachried vorbei. Das Ried ist links unserer Route. Jetzt kommen wir an die Südflanke des Nagelbergs und haben Aussicht auf die vier Mühlen im Kästleinsmühlbachtal: untere Papiermühle, Kohlmühle, Lehnleinsmühle, Kästleinsmühle. 

Beim Weinbergshof sind Reste einer Villa rustica aus dem 2./3. Jahrhundert mit Nebengebäuden und Badeanlagen als Bodendenkmal restauriert. Wir wandern nach Treuchtlingen hinab und folgen dabei der Kästleinsmühlstraße zum Kurpark mit einer Kneipp-Anlage nebst Weihern wie dem Kästleinsmühlensee.

Wenn wir auf den Kreisel stoßen, biegen wir in die Bürgermeister-Döbler-Allee und sehen die Altmühltherme. Über die Altmühlbrücke wandernd gelangen wir zur Denkmalslok. Auf der steht nicht Paddington, sondern München/Treuchtlingen. 

Wir halten uns links und gehen die Altmühlstraße in den Stadtkern mit dem einstigen Wasserschloss Treuchtlingen aus der Renaissance. Hier kommen „die Pappenheimer“ her. Touristeninformation und das Informationszentrum Naturpark Altmühltal sind heute hier zu finden. Gegenüber ist das Volkskundemuseum.

Bei der Lambertuskapelle mit Wurzeln im 9./10. Jahrhundert biegen wir in Richtung Rathaus in die Hauptstraße. Das Rathaus im Stil der Neorenaissance wurde 1893 gebaut. Wir biegen in die gegenüberliegende Kirchenstraße und kommen zur evangelischen Markgrafenkirche, deren Bau 1663 als evangelische Kirche wiederhergestellt wurde. Kurz drauf sind wir an der Stadthalle.

Bildnachweis: Von Rensi [CC0] via Wikimedia Commons

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