Morscheid

Morscheid liegt auf einem Höhenrücken zwischen den Tälern von Ruwer und Riveris. Das Bild von Morscheid ist geprägt von dem Weingut Schloss Marienlay und den nordöstlich gelegenen Rebenhängen. Da ist es gar nicht verwunderlich, dass eine solch reizvolle Ecke auch eine Traumschleife als Premiumweg des Saar-Hunsrück-Steigs hat, den Morscheider Grenzpfad.

Das landschaftsprägende Schloss Marienlay am Osthang des Ruwertals entstand an der Stelle eines Kelterhauses aus dem Jahr 1880. Schloss Marienlay wurde 1922-27 mit Schieferbruchsteinen gemauert und es zählt zum Weingut Reichsgraf von Kesselstatt, das hier seine Anschrift hat. Die Bauart der dreiseitigen Hofanlage wird dem Heimatstil zugerechnet. Zur Denkmalzone zählen auch die Steillagen der Weinberge.

Die katholische Pfarrkirche St. Martin ist ein Saalbau im Rundbogenstil, der 1866 errichtet wurde. Der Turm steht frei und stammt aus dem Mittelalter.

Die Morscheider gedenken am Donatuskreuz südlich des Ortes der Schicksalsgeschichte von drei Frauen und einem Mann aus Morscheid. Sie arbeiteten auf einem Feld, als ein Gewitter mit Blitz und Donner über sie hereinbrach. Schnell suchten sie Schutz unter einem Nussbaum, der an dieser Stelle stand. Da fuhr jedoch der Blitz rein. Alle vier blieben zum Glück unversehrt und man errichtete zum Dank an dieses Wunder 1833 das Donatuskreuz.

Die Traumschleife Morscheider Grenzpfad (16km) führt entlang der Gemarkungsgrenzen Morscheids rund um Morscheid. Bei Bonerath wird die Quarzitfelsformation Langenstein erklettert und dann erwartet einen auf der weiteren Runde ein fantastischer Blick über die Riveristalsperre. An der höchsten Stelle der Wanderung ist man „An der Langen Eiche“ auf 467m ü. NN.