Das Ortszentrum von Möhrendorf, Gemeinde im Kreis Erlangen-Höchstadt, liegt zwischen dem Main-Donau-Kanal und der Regnitz und hat ein Wasserschöpfrad im Wappen. Im Gemeindeberitt sind ca. 10 der Wasserräder an der Regnitz. Die Stadt Erlangen ist rund 6km südlich. Der Arbeitskreis „Kultur und Heimatpflege“ hat in den Himmelsrichtungen Nord und Süd jeweils eine Rundwanderung erstellt und ausgeschildert.
Wir wandern dem Möhrendorfer Rundweg Nord in den Gemeindeteil Kleinseebach. Los geht’s vom Parkplatz an der Regnitzbrücke, auf der anderen Flussseite, und die Regnitz wird gequert. Wir wandern in die historische Ortsmitte mit Brunnen, Rathaus und der Kirche St. Oswald und St. Martin, die mit ihrem Wehrturm recht präsent ist. Seit Errichtung der neuen St. Laurentius-Kirche mit dem freistehenden Campanile (mit Glockenspiel) im Jahr 1973 wird die alte Kirche mit mittelalterlichem Kern noch für Trauungen und Taufen beispielsweise genutzt. Das Langhaus der Kirche wurde im 16./17. Jahrhundert errichtet.
Mit der Hauptstraße wandern wir zum Main-Donau-Kanal und queren ihn und den kleinen Seebach. Nun geht’s entlang der einstigen Viehgasse zur Hedera hinauf. Dort wurde einst das Vieh geweidet. Wir sehen teilweise Aufforstung und teilweise Weiden, passieren die Tiefenwegweiher und kommen über den höchsten Punkt der Runde. Man hat eine herrliche Aussicht auf die Ortschaften und das Regnitztal.
Nächstes Ziel ist Kleinseebach und wir wandern die Röttenbacher Straße. In Kleinseebach sind an der Hohl Kelleranlagen zur Lagerung von Bier, Rettich, Kraut oder Rüben und ein Luftschutzkeller. Durch Gassen folgen wir dem GPS und der Markierung, kommen an Gastronomie vorbei in Richtung Main-Donau-Kanal. Dann biegen wir zum Anger ein, mit Festplatz und Kriegerdenkmal. Weiter geht’s über den Seebach und die Brücke über den Kanal.
Wir nehmen die Mühlentheaterstraße, die zum Mühlenensemble links und rechts der Regnitz, Kleinseebacher Mühle und Baiersdorfer Mühle, führen würde. Das wäre ein kleiner Abstecher. Kurz vor Möhrendorf in der Regnitzaue ist ein Wasserschöpfrad. Die Geschichte der Möhrendorfer Wasserschöpfräder geht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Die Räder schöpfen das wärmere und sauerstoffhaltige Oberflächenwasser aus der Regnitz. Die Bauern leiteten es durch Holzrinnen zu ihren Wiesen, die sie dann jährlich statt nur einmal zwecks Heuernte bis zu dreimal mähen konnten.
An einem Supermarkt mit Bäckerei vorbei erreichen wir die Regnitzbrücke und unser Start und Ziel. Da könnten wir dann noch die minimal kürzere Südrunde anschließen. Schauen wir nach Süden, sehen wir weitere drei Wasserschöpfräder.
Bildnachweis: Von Moehri [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons
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