Maria-Eck-Rundweg (Chiemgau)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 2 Std. 6 Min.
Höhenmeter ca. ↑311m  ↓311m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Zwischen der Hochfelln-Seilbahn Talstation, südlich von Bergen, und dem Tal der Weißen Traun bei Eisenärtz legt diese Runde ein Oval in die waldreiche Natur. Wir wandern im Uhrzeigersinn und erreichen das Kloster und die Wallfahrtskirche Maria Eck auf einer Höhe von rund 830m nach etwas über 5km, die wir von rund 580m aufwärts gewandert sind.

Bergen ist ein Luftkurort im Chiemgau, 10km entfernt von Traunstein. Der Hochfelln, südlich von Bergen, erhebt sich 1.674m in den Chiemgauer Alpen. Dazwischen ist die Hochfelln-Seilbahn, an deren Talstation wir in die Runde starten. Wir biegen in die Maria-Eck-Straße gen Osten, die Runde öffnet sich und wir halten uns links, wandern zunächst mit Waldrand und offener Landschaft, dann weiter durch den Wald.

Der Rosenkranzweg Nr. 4 wird uns zur barocken Wallfahrtskirche Maria Eck und dem Minoritenkloster bringen. Zwischen Scharam und Oberscharam treffen wir auf die Maria-Eck-Straße, in die wir rechts einbiegen und aufwärts alsbald das hübsche Klosterensemble erreichen.

Das Kloster der Franziskaner-Minoriten begann als Benediktinerpriorat. Das wurde im Zuge der Säkularisation aufgelöst und seit 1891 bewohnen es die Franziskaner. Die Wallfahrt wurde schon im 16. Jahrhundert belegt. Baulich geht die Wallfahrtskirche Maria Eck auf eine Kapelle 1618-1635 zurück, als das Kloster Seeon einige Alphöfe kaufte. 1636 entstand eine größere Kirche.

Die Franziskaner-Minoriten im Kloster Maria Eck beschreiben ihre Aufgabe so: „Der suchenden Seele Raum, Wort und Sakrament geben, dem Körper einen guten Platz zur Ruhe und Stärkung, dem ganzen Menschen eine Oase der Orientierung - hier oben auf dem Berg. Denn jeder weiß es nur zu gut: Man muss von oben, vom Berg, vom Gipfel kommen, wenn man drunten im Tal, in den Niederungen leben muss.“ Dass dieser Ort dafür geeignet ist, kann man besser gar nicht umreißen. Man ist hier wirklich ein wenig entrückt, wenn man nicht am 3. Sonntag im Mai heraufkommen, wenn die große Trachtenwallfahrt stattfindet.

Durch den Wald mit neuer Kraft läuft es sich wie von ganz allein – auch weil es abwärts geht, mit Schwung in die Niederung.

Bildnachweis: Von Christian Stamm Schizoschaf [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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