Hochfelln-Aufstieg: Auf die Aussichtsterrasse des Chiemgaus


Erstellt von: Rudi - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 9 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 28 Min.
Höhenmeter ca. ↑884m  ↓247m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der 1.674m messende Hochfelln ist die Aussichtsterrasse im Chiemgau. Der Berg in dem Chiemgauer Alpen, bei Bergen im oberbayerischen Landkreis Traunstein, kann per Hochfellnseilbahn oder eben zu Fuß erobert werden. Einige Wandertouren führen über den Gipfel mit Kreuz, Hochfellnhaus und Tabor-Kapelle, beispielsweise die Salzalpentour Bergen Bründling Alm. Bereits unterwegs in die Höhe hat man immer wieder die schönsten Aussichten auf den Chiemsee.

Wir kennen bei dieser Strecke nur eines und das klingt für sich genommen positiv: Es geht bergauf! Start ist die Hochfelln-Talstation im Süden von Bergen, und wir wandern die Maxhüttenstraße mit der Weiße Achen zur Linken. Das Museum Maxhütte bietet Einblicke in das Eisenhüttenwerk Bergen.

Wir queren die Weiße Achen und kommen am Wanderparkplatz Kalkofen auf den Hochfellnweg. Durch den lichten Mischwald steigen wir immer weiter bergauf. Dabei plätschert die Schwarze Achen, mal links, mal rechts von uns auf dem Weg zur Hochfelln-Mittelstation auf 1.100m. Die Seilbahn wurde übrigens 1969/70 gebaut.

Bei der Mittelstation, von einer Lichtung umgeben, finden sich die Almen mit Einkehr: Bachschmiedkaser, Öderkaser und Bründlingalm. Die haben wir nach rund 5,6km Strecke erreicht und es genießt sich ein schöner Blick auf das Gebirgsmassiv des Hochfelln. Auch hat man am weiteren Weg herrliche Ausblicke zum Chiemsee.

Die Wandertour wird zunehmend alpiner, es geht in Schleifen, auch mal steiler und über Stufen hinauf. Wie kommen zur Tröpfelwand und in Serpentinen weiter aufwärts, die Seilbahn über uns. Der Wandergipfel nähert sich und wir kommen durch eine Geländescharte. Am sonnigen, östlichen Hang des Hochfelln starten Paragleiter und Gleitschirmflieger ihr luftiges Abenteuer. Auf teilweise recht felsigem Untergrund stapfen wir zum Gipfel des Hochfelln.

Heroben steht das Hochfellnhaus aus dem Jahr 1890, das als höchster gastronomische Betrieb im Chiemgau gilt. Die Steine für das Hochfellnhaus wurden am Gipfel aus dem Kalkstein gebrochen. Damals entstand auch die Tabor-Kapelle unter dem Patronat der Verklärung Christi, die nach einem Brand 1971 erneut errichtet wurde. Der Blick vom Hochfelln auf den Chiemsee und zu über 200 Gipfeln ist atemberaubend schön. Will man es sich bergab gemütlich machen, nimmt man die Seilbahn hinunter.

Bildnachweis: Von Frankenherz [CC BY-SA] via Wikimedia Commons

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