Münster-Sarmsheim

Münster-Sarmsheim liegt am Unterlauf der Nahe kurz vor deren Mündung in den Rhein und gegenüber der Binger Stadtteile Büdesheim und Dietersheim. Das historische Zentrum der Weinbaugemeinde erstreckt sich rund um das Ensemble aus katholischer und evangelischer Kirche, dem Rathaus (der alten Schule aus dem 19. Jahrhundert) und dem Pfarrhaus.

Die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul stammt im Kern aus dem 12. Jahrhundert. Das spätgotische Langhaus wurde im 15. Jahrhundert gebaut und 1894-95 zu einer zweischiffigen Halle erweitert. Die evangelische Kirche ist neueren Datums und wurde 1866 im Rundbogenstil fertiggestellt.

Da Münster-Sarmsheim erst 1928 aus der Zusammenlegung von Münster und Sarmsheim entstand, gibt es auch noch eine zweite katholische Kirche am Ort, die St. Alban Kirche in der Saarstraße. Die St. Alban Kirche ist ein spätgotischer Saalbau von 1445.

Markante Gebäude in Münster-Sarmsheim sind darüber hinaus das alte Rathaus, ein spätgotischer Massivbau aus der Zeit um 1520, das alte Zollhaus (eine barocke Baugruppe von 1794) und ein Dreiseithof in der Zollstraße, der aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammt.

Etwas außerhalb der Ortsbebauung steht die Ruine des Rundturms Trutzbingen. Der Turm wurde im 15. Jahrhundert Teil einer als Zollsperranlage errichtet und 1504 teilweise zerstört. Seitdem weilt Trutzbingen als Ruine auf einem Schieferfelsen und wird ob der Zerstörung auch stumpfer Turm genannt.

Verlässt man Münster-Sarmsheim nach Süden, erreicht man an der Autobahn A 61 das Trollbachtal. Hier befindet sich das Naturschutzgebiet Trollmühle und darin die Trollfelsen. Die bis zu 15m hohen Trollfelsen sind ein beliebtes Kletterrevier. Die drei auffälligsten Trollfelsen haben Namen bekommen und werden Nikolaus, Kamel und Eierfelsen genannt. Die steilen Felsen bieten besonders thermophilen Pflanzen einen Lebensraum.

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