Mülheim-Broich

Zwischen Saarn und Speldorf liegt links der Ruhr der Mülheimer Stadtteil Broich. Recht imposant am Ruhrufer mit einer Fontäne und abends stimmungsvoll ausgeleuchtet, zeigt sich in Mülheim-Broich die Mülheimer Stadthalle.

Die Mülheimer Stadthalle entstand 1926 und war das Ergebnis der Überlegung, dass Mülheim als gewachsene Stadt eine Festhalle für Empfänge und kulturelle Angebote brauche. Nach einer Bauzeit von zwei Jahren war das in neoklassizistischen Stil errichtete Gebäude fertig. Das zweigeschossige Gebäude mit der Sandsteinfassade und den Säulen unter Rundbögen ist zusammen mit Schloss Broich und dem Verwaltungsbau der Rheinisch-Westfälischen Wasserwerksgesellschaft am linken Ufer der Schlossbrücke ein stadtbildprägendes Gesamtensemble. An der Stadthalle liegt auch der Stadthallengarten, der ein Teil des MüGa-Parks ist.

An der Wilhelminenstraße in Broich steht seit 1901 die evangelische Kirche, deren Turm sich 47m hoch erhebt. Die Kirche auf einem Kreuzgrundriss entstand als Hallenkirche aus Ruhrsandstein. Der im Inneren fast quadratisch wirkende Raum zeigt sich in einer harmonischen Geschlossenheit. Die Ruhe wird unterstrichen durch den weißen Putz und die hellrot gehaltenen Säulen.

An der Ecke Kirchstraße und Ulmenstraße steht die dreischiffige katholische Herz-Jesu-Kirche, die 1892 eingeweiht wurde. Ihr neoromanischer Bau blieb im Zweiten Weltkrieg fast verschont und so zeigt sich die Herz-Jesu-Kirche im Erbauungsstil mit einem Hauptturm und zwei Chorflankentürmchen. Sehr schön sind die Halbreliefs des Kreuzweges, die wieder in alter Farbenpracht zu sehen sind.