Mülheim an der Ruhr Citytour


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 6 km
Gehzeit o. Pause: 1 Stunde 22 Min.
Höchster Punkt: 77 m
Tiefster Punkt: 25 m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Stadt am Fluss, Mülheim an der Ruhr, ist gespickt voll mit Sehenswürdigkeiten entlang dieser Citytour, wobei sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann. Mülheim an der Ruhr zeigt sich facettenreich und bietet ein Füllhorn von Eindrücken, historisch, natürlich, kunstvoll.

Wir starten auf dem Stadthallenparkplatz und gehen als erstes durch den MüGa-Park. Rosengarten statt Schrottplatz. Im Zuge der Landesgartenschau 1992 erhielt die Stadt diesen grünen Lungenflügel.

Einem Palazzo ähnlich ist die Stadthalle Mülheim im Stil des Neoklassizismus, die 1926 am westlichen Ruhrufer eingeweiht wurde und als Kultur- und Kongresszentrum zu Veranstaltungen einlädt. Helge Schneider, 1955 in Mülheimer Ortsteil Styrum geboren, gastierte mehrfach hier.

Über die Schlossbrücke überqueren wir die Ruhr und kommen zum Palais am Stadtkai sowie zum Stadthafen. Im Zuge des Stadtentwicklungskonzepts Ruhrbania wurde aus dem 1906 als Stadtbad entworfenem Baudenkmal ein Palais mit Eigentumswohnungen. Stadthafen und Ruhrpromenade erhielten auch eine Frischekur.

Wir gehen zum Alten Rathaus, das mit seinem 60m hohen Turm maßgeblich die Silhouette der Innenstadt prägt. 1916 konnte im Rathaus im Stil des Historismus erstmals der Stadtrat tagen. Nicht alles stammt aus dieser Zeit, denn durch den Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude etliche Schäden, die schlussendlich erst in den 1960er Jahren durch Wiederaufbau behoben werden konnten. Man sieht imposante Pfeilerarchitektur und Formen der Neorenaissance.

Durch die Löhrstraße kommen wir durch den Museumshof und zum Kunstmuseum Mülheim im Gebäude der alten Post. Das risalitgegliederte Gebäude mit dem kunstvoll ausgeführten Mittelgiebel und Portal beherbergt als einen Höhepunkt zahlreiche Kunstwerke des Expressionismus.

Wir sind im Herz der Innenstadt und überqueren den Synagogenplatz sowie die Schlossstraße mit den Geschäften. Ziel ist der Kirchenhügel der Altstadt, dazu kreuzen wir die Leineweberstraße. Der jüngere Kirchenbau, aus dem Jahr 1924, ist die Sankt Mariae Geburt, auch Marienkirche genannt. Sie zählt zu den bedeutenden Bauten der frühen Moderne im Rheinland und folgt dem Kubismus. Die Petrikirche wurde vermutlich auf den Resten der Burg der Herren von Mulenheim errichtet. Die Mülheimer Altstadt war wohl schon im 6. Jahrhundert bewohnt. 

In einem Haus der hübschen Altstadt mit Kopfsteinpflaster und Fachwerkromantik ist das Heimatmuseum mit Mülheimer Kulturgeschichte. Es ist im Tersteegen-Haus, wo der Kirchendichter und Seelsorger Gerhard Tersteegen von 1746 bis zu seinem Tod 1769 wohnte.

Wir durchstreifen die Kettwiger Straße und kommen zum Mahnmal für die Opfer der beiden Weltkriege und im Anschluss daran über den rund 200 Jahre alten Altstadtfriedhof, der parkähnlich ist und wo bedeutende Grabstätten sind wie die von Familie Thyssen und Hugo Stinnes.

Dann geht es in den Park an der Dimbeck und zur Freilichtbühne Mülheim. Die Grünanlage entstand 1932 auf dem Gelände eines alten Steinbruchs und bietet Openair-Kultur. Hätte der damalige Gartenbaudirektor das nicht angeleiert, hätte die Stadt hier ihren Müll abgeladen, statt Rosenbeete angelegt. Man findet auch den Namen Catho Wenzel. Das war eine Bürgerin, die der Stadt 10 Mio. Mark zum Bau einer Senioreneinrichtung spendete. Diese entstand in Parknähe mit dem Haus am Scharpenberg.

Wir gehen gen Westen, kommen über den Wilhelmsplatz, biegen links in die Straße Dohne, dann rechts in die Trooststraße sowie Luisental. Hinter dem Altenheim Franziskushaus erstreckt sich der Thyssenpark mit Weiher. Wir gehen allerdings rechts über den Schleusenkanal mit dem Wasserbahnhof, Heimathafen der Weißen Flotte. Auf der Schleuseninsel ist die Blumenuhr nördlich und das Naturkundemuseum Haus Ruhrnatur.

Wir gehen entlang dem Wasserkraftwerk Kahlenberg über den Kanal, den Broicher Schlagd und über die Kassenbergbrücke über die Ruhr zum Schloss Broich mit Wurzeln als Burg aus dem 9. Jahrhundert und der spätkarolingischen Zeit. Tatkräftig wird hier renoviert und man kann einzelne Räumlichkeiten, zum Beispiel für Hochzeiten oder Empfänge, mieten. Rundherum finden sich im Parkgelände die Camera Obskura mit Filmmuseum sowie der Ringlokschuppen als Kulturtreff.

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