Mühlenpfad im oberen Salmtal (Ferienland Manderscheid)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 50 Min.
Höhenmeter ca. ↑240m  ↓240m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der Mühlenpfad im oberen Salmtal beginnt am Kloster Himmerod. Das Kloster Himmerod wurde im 12. Jahrhundert als Zisterzienserkloster gegründet. Es heißt, Bernhard von Clairvaux soll den Ort persönlich bestimmt und gesagt haben: „Das ist wirklich ein Eiland für die allerseligste Jungfrau Maria.“

Man wandert vom Kloster Himmerod das Salmtal aufwärts Richtung Eichelhütte und weiter nach Eisenschmitt. Eisenschmitt war die Vorlage für den Ort Eifelschmitt in Clara Viebigs Roman Das Weiberdorf. Die Veröffentlichung rief einen kleinen Skandal hervor. Heute kann man sich im 2005 eröffneten Clara-Viebig-Zentrum in Eisenschmitt über die Autorin informieren.

Von Eisenschmitt geht es auf dem Mühlenpfad am anderen Ufer der Salm retour. Dabei passiert man Molitors Mühle. Einst war hier die örtliche Eisenindustrie beheimatet. 1870 kaufte Nikolaus Molitor die Stätte und betrieb die Getreidemühle, entwickelte mit W. Feuser einen Dynamo und brachte Elektrizität in die Eifel. Der Mühlenbetrieb ging bis 1957. 1963 erfolgte der Bau eines Hotels an Stelle der Mühle und bis heute ist die Molitors Mühle in Familienhand.

Von Molitors Mühle geht es vorbei an den Teichen zurück zum Kloster Himmerod. Heute leben und arbeiten im Kloster Himmerod nur noch zehn Mönche. Das Kloster Himmerod betreibt in der ehemaligen Mühle das Museum Alte Mühle, das die Geschichte des Klosters zeigt, eine Kunst- und Buchhandlung sowie eine Gaststätte und Fischerei. In einem Gäste- und Exerzitienhaus kann man ein wenig Klosterleben schnuppern.