MüGa-Park (Mülheim an der Ruhr)

Die Mülheimer Gartenschau – kurz: MüGa – fand 1992 statt und Mülheim profitiert noch heute von der Ausrichtung dieser Landesgartenschau. Die zwischen Schlossbrücke und Stadt-Viadukt eingerichteten 65ha großen Gärten an der Ruhr sind ein beliebter Freizeitort und ein Magnet für Erholungssuchende und Kulturfreunde.

Beginnt man seine MüGa-Park-Erkundung an der Schlossbrücke nahe der Stadthalle, spaziert man durch den Stadthallengarten zum Tourainer Garten. Mülheims Partnerstadt Tours (Frankreich) stellte hier einen französischen Pavillon auf und pflanzte den Tourainer Garten im Stil der dortigen Landschaft an und man sieht viele kleine Hecken.

Über die Kfar-Saba-Brücke (benannt nach der israelischen Partnerstadt Mülheims) kommt man in den Darlington-Park. Der ist ebenfalls nach einer Partnerstadt benannt. Am südlichen Rand steht Schloss Broich. Benachbart sind der VHS-Biogarten und das Gebäude der Volkshochschule. Zwischen dem Schloss und der VHS hat man Sitzmöglichkeiten aus Schrott im Skulpturengarten aufgestellt, denn hinter dem Schloss war bis zur Einrichtung der MüGa ein Schrottplatz.

Der Ringlokschuppen hat sich aus der rückgebauten Bahnanlage erhalten und ist ein Kulturtreffpunkt der freien künstlerischen Szene mit Theater, Musik, Tanz und Performances. Davor war der Ringlokschuppen ein Depot für Straßenbahnen. Um 1900 umfasste der Ringlokschuppen 24 Kreissegmente für die Lokomotiven und auf einer einstigen Drehscheibe kann man sich heute tummeln.

In der Nachbarschaft steht der knapp 26m hohe Broicher Wasserturm mit der weltweit größten begehbare Camera Obscura. Der Wasserbehälter obenauf fasst nun die große Camera Obskura mit Technik von Carl Zeiss Jena. Man erhält einen 360-Grad-Blick über das MüGa-Gelände und die Ruhrpromenade. Kippbare Spiegel projizieren die Objekte auf den Tisch.

Die drei Etagen unter der begehbaren Camera Obscura werden als Museum zur Vorgeschichte des Films genutzt. Die erste Etage widmet sich Licht und Schatten, die zweite hat als Überschrift: als die Bilder laufen lernten. Die dritte Etage bereitet die Lochkamera und den Guckkasten vor. Anhand von über 1.100 Exponaten der Zeit von 1750 bis 1930 aus einer privaten Sammlung wurde hier 2006 das Museum zusammengestellt.

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