Mössinger Leisawegle durchs Linsenbachtal am Früchtetrauf (Schwäbische Alb)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑151m  ↓151m
Früchtetrauf Mössinger Leisawegle

Der Natur auf kurzer Spur. Der Premiumspazierweg bei Mössingen (Schwäbische Alb) bietet viele Natureindrücke auf kurzer Distanz: Streuobst, Wiesen, Wald und Feld, Limousin-Rinder, Ausblick von der Linsenhalde, Linden, Schafe und das NABU Vogelschutzzentrum. All das findet sich südöstlich von Mössingen, rund um den Linsenbach.

Ein Bildungsweg: Leisa oder Lensa ist schwäbisch und die Bezeichnung für den Linsenabbau von früher, daher der Name Leisawegle. Zweite Lektion: die Mössinger Allmandteile. Allmand wird abgeleitet vom „Land der Allgemeinheit“. Die Stadt überlässt kleine Parzellen an seine Bürger zur Nutzung. Sie dürfen dort ernten, müssen auch mähen und den Baumbestand pflegen, gegen recht geringe Pacht. Das scheinen die Mössinger gerne zu tun und sie tragen zum Erhalt der hübschen Naturräume bei.

Wir starten am Parkplatz Linden. Übrigens begegnet uns auf der Wanderung an zwei Stellen das Streuobstwegle, mit dem man diese kleine Runde kombinieren und verlängern kann. Wir wandern die ersten rund 500m bergauf, Wiese, Feld, Wald und der Goßlesgraben zeigen sich uns und der Ziegelrutschweg, dem wir ein Stück folgen.

Wo wir Waldrand und Wiese sehen, sehen wir auch bisweilen Jägerstände. Nach 1,3km etwa sind wir beim NABU-Vogelschutzzentrum Mössingen bei Ziegelhütte und dem Erlenhof. Das Vogelschutzzentrum kümmert sich um verletzte Vögel beispielsweise, betreibt Umweltbildung und Beratung.

Manchmal kann man in der Nähe die Limousin-Kühe mit ihren Kälbern sehen, die zu einem Biolandhof gehören. Limousin-Rinder stammen ursprünglich aus der Region Limousin in Frankreich, sind rötlichbraun, an sich sehr friedlich, verteidigen aber ihre Kälber mit Nachdruck, weshalb man um des Friedens Willen besser einen Umweg macht, wenn einem auf dem Weg Mutter mit Kind begegnen.

Wir wandern weiter durch abwechslungsreiches Landschaftsbild mit dem Linsenbach und der Linsenhalde, wo früher Linsenanbau betrieben wurde. Unterwegs haben wir Ausblicke bis zum Farrenberg südlich und über das Steinlachtal. Die Steinlach, in die der Linsenbach mündet, fließt in einem Nordbogen um unsere Runde. Wenn wir Bach und Grabenstraße überquert haben, sind es nur noch rund 1,6km, wir gewinnen wieder an Höhe, bis zum Parkplatz Linden.

Bildnachweis: Von UnreifeKirsche [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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