Mörfelden (Mörfelden-Walldorf)

Mörfelden bildet den ersten Namensteil der Doppelstadt Mörfelden-Walldorf. Durch Mörfelden fließt der Geräthsbach, der fließt beim Jagdschloss Mönchsbruch mit dem Grundbach zusammen und bildet ab da den Schwarzbach und der wiederum fließt im Hessischen Ried in den Rhein.

Im südlich von Walldorf gelegenen Mörfelden ist ähnlich wie in Walldorf auch ein Heimatmuseum eingerichtet. Es ist ebenfalls in einem schönen Haus, nämlich der ehemaligen Hofreite „Goldener Apfel“. Im Heimatmuseum Mörfelden wird altes Handwerk an Exponaten dargestellt. Zudem gibt es einen Garten zum Museum.

„Goldener Apfel“ heißt auch ein Gasthof in der Langgasse in Mörfelden. Das gepflegte Fachwerkhaus stammt aus dem Jahr 1751. In der Langgasse finden sich noch einige schmucke Fachwerkhäuser in Mörfelden. Da ist zum Beispiel noch die Alte Schmiede aus dem Jahr 1693 in der Hintergasse. Das zweigeschossige Fachwerkhaus mit Schmied-Werkzeugen als Bauschmuck hat ein leicht vorkragendes Obergeschoss und ein Dachgeschoss unter dem Satteldach.

Die evangelische Kirche in der Kirchstraße steht im alten Ortskern von Mörfelden. Die dörfliche Kirche im Barockstil wurde 1729 auf den Resten eines Vorgängerbaus aus dem 14. Jahrhundert errichtet. Sie gilt als ein Kleinod des bäuerlichen Barock und im Inneren ist ein Deckengemälde mit Blattornamentik. Auch die Mörfelder Kirche hat nur einen Dachreiter statt eines Kirchturms.

In der Langener Straße steht das Alte Rathaus Mörfelden. Vor dem Steinbau ist der Erzählstein als Brunnen. In der Frankfurter Straße fällt als Bauwerk aus Stein der Wasserturm Mörfelden ins Auge. Die Straße verbindet Mörfelden mit Walldorf.

Jährlich im August findet in Mörfelden die Ausstellung Skulpturen im Park statt und das schon seit 1998. In der Parkanlage am Bürgerhaus in Mörfelden stehen dann für sechs Wochen verschiedene Skulpturen der modernen Kunst in der Landschaft. Unterschiedlichste Materialien kommen dabei zum Einsatz und manchmal steht die Ausstellung unter einem Motto. Den Bezug zur Skulptur im öffentlichen Raum sieht man in Mörfelden-Walldorf auch anhand einiger Kunstwerke im Stadtbereich.

Südöstlich in der Gemarkung von Mörfelden-Walldorf liegt der kleine Bornbruchsee. In dem wird das Baden lediglich geduldet, denn wenn man es verbieten wollte, müsste man aufpassen oder einen Zaun drum ziehen und das scheint auch keiner zu wollen. So tummeln sich gern in der Natur Angler, Ausflügler und Menschen, die gerne FKK leben. Der See ist da fast so was wie ein Geheimtipp. Nördlich vom See bietet Mörfelden seinen Gästen einen Campingplatz.