Linachtalsperre-Rundwanderung ab Vöhrenbach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 15 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 57 Min.
Höhenmeter ca. ↑499m  ↓499m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Von Vöhrenbach aus geht es heute zu einem besonderen Ort, zur Linachtalsperre, der einzigen Talsperre in Deutschland mit einer Gewölbereihenstaumauer mit schräg liegender Wasserseite, einer materialsparenden Konstruktion in der sogenannten „aufgelösten Bauweise“.

Das schauen wir uns an und starten in Vöhrenbach im Tal der Breg. Die Breg ist mit 46km der längste und wasserreichste Quellfluss der Donau. Vöhrenbach, an der Deutschen Uhrenstraße, liegt zwischen Furtwangen (westlich) und Villingen-Schwenningen (östlich). 1244 erhielt Vöhrenbach Stadtrechte und jüngst ist Vöhrenbach auch Energiekommune, was bedeutet, dass die Stadt ihre Energieversorgung auf erneuerbare Energien ausrichtet.

Start ist zwischen Rathaus und St. Martin Kirche (1950er), dem vierten Bau an dieser Stelle. Nördlich von hier, im Silbergrubenweg, ist übrigens ein weiteres Baudenkmal von Vöhrenbach, das Uhrmacherhäusle. Es zeigt ein typisches aus Holz errichtetes Schwarzwälder Kleinhandwerkerhaus aus dem Jahr 1725. 

Wir richten unsere Schritte allerdings gen Süden, queren die Breg und halten uns links. In kleinen Serpentinen geht es aufwärts. Nach 2km Wanderung haben wir die 1.000m überschritten, bei Start auf knapp 800m, sind dabei auch über den Weg Rodelbahn zum Kandelblick mit Kandelblickhütte (977m) gelangt. 

Der Schwanenbachweg führt uns zum Schwanenbach hinab, davor die Höfe Bartlesbauer und Hermeshof. Es geht vorbei am Hansjörghof auf die Linachstraße zur Linachtalsperre, wo wir über die Staumauer mit 13 Bögen und 12 Pfeilern spazieren. Die Linachtalsperre lieferte von 1925 bis 1969 Energie. Als die besondere Staumauer aus Stahlbeton marode wurde, beschloss man der Natur ihren Lauf zu lassen, ließ das Wasser ab und kümmerte sich wohl nicht weiter bis man im neuen Jahrtausend die Einzigartigkeit des Bauwerks erkannte. 

Ein Sanierungskonzept wurde erstellt. Seit 2007 wird das Wasser der Linach wieder genutzt. Das Kraftwerk kann bis zu 400 Haushalte mit Strom versorgen. Wir könnten gen Osten mit der Linach wandern, um den Wasserkraft-Lehrpfad mit seinen 20 Infotafeln zu integrieren und kämen dann auch am Kraftwerkhaus an der Kohlbrücke vorbei, das 1924 im Jugendstil gebaut wurde. 

Unsere Route führt allerdings direkt entlang dem Südufer der Linachtalsperre gen Westen. Im Fuchsloch queren wir die Linach und die Linachstraße, kommen vorbei am Fuchslochhof und weiter bergan, so dass wir nach rund 9km Wanderung bei 1.061m am höchsten Punkt der Runde sind und mit Wald wieder hinunter wandern, um an die Breg zu kommen. An ihrem Ufer entlang geht’s zum Rathaus Vöhrenbach.

Bildnachweis: Von Simisa [CC BY-SA 3.0] via Wikimedia Commons

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