Lichtenhainer Wasserfall: Kurze Rundtour in der Sächsischen Schweiz


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 51 Min.
Höhenmeter ca. ↑276m  ↓276m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die kleine Wanderung lädt ein, neben den üblichen Fotogeräten auch einen Skizzenblock einzupacken – nicht nur weil hier der Malerweg vorbeikommt und die Ecke bereits um 1900 sehr beliebt war. Es gibt hübsche Felsen und Aussichten zu bewundern, allen voran das Felsentor Kuhstall und auch die rudimentären Reste der Burgruine Wildenstein.

Der Lichtenhainer Dorfbach mündet in die Kirnitzsch, auch früher schon. Aber früher gab es nur einen kleinen Wasserfall. Bereits 1830 entdeckte man das Potenzial des Wassers und seiner Anziehungskraft auf Gäste. Es wurde der größere Lichtenhainer Wasserfall in die Hanglage gearbeitet, mit einem Stauwehr, dass rund alle halbe Stunde unter Tamtam geöffnet wird. Zaungäste können mit dem Auto anreisen, zu Fuß oder aus Bad Schandau mit dem Kirnitzschtalbähnchen auf Schmalspur.

Wir überqueren die Kirnitzsch, gehen den Flößersteig ein Stück weit, queren den Münzborn und gehen über die Kuhstallstraße zum Schneiderloch hinauf mit all den zauberhaften Felsen: Glocke und Glöckner, Wildspitze und Wilderer oder der Wildensteinwand. Was schon vor 200 Jahren Maler begeistert hat, zieht immer noch. Wenn man aufmerksam schaut, findet man alte Inschriften und Zeichnungen im Kuhstall.

Der Kuhstall auf dem Neuen Wildenstein (337m) ist nach dem Prebischtor das zweitgrößte Felsentor im Elbsandsteingebirge. Die Burg Wildenstein, entstand wohl zu Beginn des 15. Jahrhunderts. Mauerreste und Stufen haben sich erhalten und die Sage, dass die Raubritter Rindvieh gestohlen haben und das Felsentor deshalb Kuhstall heiße.

Weitere Erlebnisse, neben den herrlichen Aussichten und der schönen Himmelsleiter, bieten die Randerscheinungen, wie die Zyklopenmauer mit dem Felssturz oder die Nische namens Wochenbett, ob wohl passend dazu ein Gipfel Hebamme heißt? Übrigens gibt es hier auch einen Imbiss und eine Rastmöglichkeit.

Über Kuhstallstraße und Alte Straße wandern wir hinab ins Kirnitzschtal mit Aue, queren den Bach und folgen ein Stückchen der Kirnitzschtalstraße (S165), passieren den Knechtsbach mit Teichen, folgen dem Weg Mühlberg durch abwechslungsreiche Landschaft mit Wald, Wiesen und Äckern, die auch die Querstraße/Rundwanderweg II begleiten. Wir sind südöstlich von Lichtenhain und folgen dem Dorfbach Lichtenhain zu seinem rauschenden Auftritt.

Vom Trend des Inlandstourismus profitiert die Sächsische Schweiz besonders. Der Tourismusverband Sächsische Schweiz hat gezählt und für 2017 1,5 Mio. Übernachtungen angegeben, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 3,6%. Auf den Plan gesetzt hat man die Belebung der Nebensaison. Wer mehr Ruhe schätzt, auch an den „hot spots“ wie dem Lichtenhainer Wasserfall, wählt die Nebensaison.

Bildnachweis: Von Franzfoto [GFDL] via Wikimedia Commons

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