Laufenburg (Langerwehe)

Zwischen Heistern und Merode im Hürtgenwald liegt die Laufenburg im Privatforst der Familie Prym. Die Höhenburg, die vor 1100 errichtet wurde, zeigt sich heute als Halbruine. Sie ist nicht nur ein Anziehungspunkt für Wanderer und Spaziergänger aufgrund ihrer schönen Lage auf einer kleinen Anhöhe, die vom Sührbach umflossen wird, sondern bietet auch Gastronomie und wird als Gutshof bewirtschaftet. Östlich der Laufenburg schließt sich der Erbswald an und der Meroder Wald, der einst zur Grafschaft Merode zählte.

Im frühen 12. Jahrhundert wurde die Laufenburg vom Herzogtum Limburg als Ritterburg errichtet. Die Laufenburg misst 38 x 24m und ist aus Bruchsteinen gemauert. Sie hat drei runde Ecktürme und einen Schalenturm. Zur Mitte des 14. Jahrhunderts verlor die Burg ihre Schutzfunktion und somit ihre Bedeutung. Seit dem 17. Jahrhundert ist sie im Status einer Ruine. Weithin sichtbar recken sich aber immer noch die Zinnen des Bergfrieds in die Höhe. Einige Erneuerungen und Restaurationen gehen auf das ausgehende 19. Jahrhundert zurück.

Die Laufenburg zählt zum Langerweher Ortsteil Jüngersdorf. Jüngersdorf geht wahrscheinlich auf das 7. Jahrhundert zurück und war damals ein Gutshof. Der Jüngersdorfer Hof im Ort fällt hier auf. Das Gebäude, heute landwirtschaftlich genutzt, entstand vielleicht noch vor dem 10. Jahrhundert. Ecktürme und Grundmauern mit Schießscharten bezeugen seine damalige Wehrhaftigkeit. In der Nordostecke wurde ein römischer Sandteinquader verbaut. Darauf stand einst frei übersetzt: Stark sein in der Nähe von Mercurius Avernus. Mercurius war unter anderem Glücksgott und beschützte auch den Getreidehandel. Man nannte ihn auch Gott der Händler und Diebe, denn auch Trickbetrüger brauchen Redegewandtheit und Schutz bei Reisen.

Gleich an Jüngerdorf schließt sich Pier an, das auf einigen gedruckten Karten noch gar nicht zu finden ist. Denn der Ort ist brandneu. Das neue Pier ersetzt das dem Tagebau weichenden Pier von Inden. 2013 wurden die Neu-Pierer feierlich in ihrer Siedlung willkommen geheißen, einem Ort mit 265 Grundstücken. Auch die Toten nahm man aus dem 6km entfernten alten Pier mit und legte 2006 gleich einen Friedhof an.

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