Löwenpfad Steigen-Tour entlang der Geislinger Steige


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 18 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 52 Min.
Höhenmeter ca. ↑668m  ↓668m
Löwenpfade Steigen-Tour

Die Steigen-Tour ist der längste der Löwenpfade und wirft nochmal einen anderen Blick auf den Albtrauf und das Stauferland, nämlich auf die Eisenbahn. Im 19. Jahrhundert mussten die Ingenieure meisterliches beim Albaufstieg und dem Bau der Geislinger Steige vollbringen.

Die Geislinger Steige wird als erste und steilste Gebirgspassage auf dem europäischen Kontinent bezeichnet. Die Steigen-Tour hat aber noch mehr zu bieten: Burgruine Helfenstein, Ödenturm, Straubmühle, das Naturschutzgebiet Rohrachtal mit Aussichtsplattform, Ausblicke vom Geiselstein und dem Ostlandkreuz auf der Schildwacht mit Heidelandschaft.

Die Runde erstreckt sich südlich von Geislingen an der Steige am Parkplatz der Jahnhalle mit dem gegenüberliegenden Polizeirevier. Durch den Stadtpark erreichen wir das Thema der Runde mit dem Bahnhof Geislingen (Steige). Alsdann macht der Weg dem Namen Steige seine Aufwartung: Es geht im Zickzack und hinauf zur Burgruine Helfenstein, vorbei am Aussichtspunkt Lindele und zu Beginn auf dem Pfad Alte Weilersteige. Von rund 465m sind wir bei der Burg binnen 1,4km auf über 600m gekrabbelt und die nächsten 800m werden uns auf 645m bringen, zum Ödenturm.

Ein Wort zur Burg Helfenstein: um 1100 wurde sie von den Helfensteinern gebaut. Später wurde sie zur Festung ausgerüstet und im Laufe des 16. Jahrhunderts nach einer Auseinandersetzung schleiften die Ulmer, denen die Burg gehörte, ihre eigene Festung. Übriggebliebenes Fels- und Mauerwerk ist nach wie vor imposant anzusehen. Wo einst der Palas war, wurde ein Aussichtsturm gemauert, mit herrlichem Blick über Geislingen an der Steige und die Schwäbische Alb. Die Burg Helfenstein ist ein Punkt an der Straße der Staufer.

Der Ödenturm ist das Wahrzeichen von Geislingen an der Steige. Sein genaues Entstehungsdatum konnte nicht festgestellt werden, daher sagt man allgemein: mittelalterlich. 2,5m dick sind die Grundmauern des 33,4m hohen Turms. Im Inneren führt eine Treppe hinauf. An sommerlichen Sonntagen kann er zur Aussicht genutzt werden.

Wir wandern mit der Grenze des Naturschutzgebiets Eybtal mit Teilen des Längen- und Rohrachtales entlang dem Albtrauf und Richtung Amstetten, mit herrlichem Blick vom Mühltalfels oberhalb von Gleis und Rohrach. Nach rund 7,2km sind wir bei der Ziegelhütte mit Einkehrmöglichkeit.

Im Norden von Amstetten queren wir Gleis und B 10 und wandern durchs geschützte Rohrachtal. Wer nicht noch satt ist von der Ziegelhütte, kehrt ins Mühlencafé bei der Straubmühle ein oder bestückt sich für unterwegs im Mühlenladen. Wir begleiten den Rohrach, kommen zum Fischteich und der Aussichtsplattform mit Blick über die sumpfige Landschaft, den See und seiner Vogelwelt.

Über schmale Pfade wandern wir hinauf mit Aussichten vom Wittinger Fels auf rund 620m. Den höchsten Punkt der Runde erreichen wir bei etwa 12,9km und 684m. Weitere herrliche Blicke haben wir vom Tiroler Fels und Geiselstein sowie dem Ostlandkreuz, wo wir über Geislingen an der Steige schauen können, hinter uns die Heidelandschaft der Schildwacht (665m). Die nächsten 800m schlängeln wir uns ins Städtchen hinunter zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Muck [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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