Kurze Runde von Grafenau zur Kleblmühle (Bayerischer Wald)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 33 Min.
Höhenmeter ca. ↑120m  ↓120m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die „Bärenstadt“ Grafenau in Niederbayern ist ein Luftkurort, erhielt bereits 1376 Stadtrechte und kann sich als älteste Stadt im Bayerischen Wald bezeichnen. Grafenau liegt zudem am Goldenen Steig und ist Zielort des Gläsernen Steigs, der aus nordwestlicher Richtung kommt. Unter den Begriff Goldener Steig fallen mittelalterliche Handelswege, die Böhmen mit der Donau verbanden. Grafenau war wirtschaftlich mit Böhmen und dem Salzhandel befasst.

Wir nehmen heute einen Spaziergang rund um einen Teil der Kleinen Ohe, zwischen dem Bayernpark Feriendorf Grafenau und der Kleblmühle, von Hirschgehegen umgeben. Das Feriendorf auf dem Schwaimberg geht auf das Jahr 1964 zurück und ist eines von drei Feriendörfern in Bayern, die zur Erholung für West-Berliner Familien gebaut wurden. 2014 wurde der Bayernpark in Grafenau geschlossen. 2017 übernahm die Stadt die Verantwortung für das „Problemkind“, mit den Bungalows auf der terrassenförmigen Ferienanlage.

Wir gehen über den Schwaimberg und treffen auf den Skilift, lassen ihn links liegen und halten uns gen Osten. Wir überqueren die Kleine Ohm, kommen durch Wald an Zisternen vorbei zum Landhotel Kleblmühle mit Hirschgehegen drumherum. Hier kann man weiße Hubertus-Hirsche zwischen den Rothirschen ausmachen.

Wenn man an Hirsche und Lokale denkt, ist man schnell beim Thema Jagd angelangt und bei der Frage, warum sich Grafenau Bärenstadt nennt. Der Bär ist im Wappen, im 14. Jahrhundert wurde die Gegend vom Schloss Bärnstein aus verwaltet und man jagte im Grafenauer Land Bären.

Durch Wäldchen und überwiegend Wiesen und Feldflure, mit angepflanzten „Solarzellen“ wandern wir an der südlichen Ortsgrenze von Rosenau entlang zum Feriendorf zurück. Von hier aus südlich liegt das Städtchen Grafenau, das eine Besichtigung wert ist mit Altstadt, der katholischen Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, dem ehemaligen Rathaus, wo die Nationalparkverwaltung drin ist und das sich mit ausgeprägter Giebelgestaltung zeigt. Es bietet ein Heimatmuseum und einen Kurpark – für Kurzweil ist gesorgt!

Bildnachweis: Von Aconcagua [GFDL] via Wikimedia Commons

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