Goldwaschplatz- und Bienstand-Runde (Sankt Oswald-Riedlhütte)


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 7 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 39 Min.
Höhenmeter ca. ↑146m  ↓146m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Eine abwechslungsreiche kleine Runde liegt zwischen Reichenberg und Höhenbrunn (West-Ost-Achse), dem Bienstand (865m) südlich und dem Goldwaschplatz im Tal der Großen Ohe nördlich. Wir starten am Wanderparkplatz Reichenberg-Goldberg. Bereits der Name Goldberg bringt in Goldgräberstimmung. Im 16. Jahrhundert jagte in den Gefilden Herzog Wilhelm V. Bären – Goldbären?

Reichenberg und Höhenbrunn sind beides Ortsteile der Nationalparkgemeinde Sankt Oswald-Riedlhütte. Letztgenanntes ist Ort einer der ältesten Glashütten im Bayerischen Wald und St. Oswald geht auf das Kloster St. Oswald zurück – alles in Allem also eine geschichtsträchtige Gegend an der Grenze zum Nachbarn Tschechien. Das Kloster aus dem 14. Jahrhundert steht noch und zwar südöstlich von uns, in Sankt Oswald.

Wenn die Runde eine Uhr wäre, würden wir auf 9 Uhr starten und mit dem Zeiger gehen, der uns zum Goldberg bringt. Wir gehen durch den Wald abwärts zum Rachel- und Lusenblick, nahe der Glashütte Wandtner in Riedlhütte, wo Glaskunstwerke entstehen und man zuschauen kann. Dem Thema Glas ist auch der Gläserne Steig gewidmet, der hier auf unseren Rundweg trifft. Der Gläserne Steig verbindet über rund 95km Arrach mit Grafenau.

Wir kommen zur Großen Ohe und dem Hartl-Weiher, folgen der Großen Ohe gen Osten zum Goldwaschplatz zwischen Wald und Aue. Nördlich lieg das Moorgebiet Großer Filz. Entlang der Ohe nebst goldiger Vergangenheit sind die sogenannten Seifenhügel. Sekundäre Goldvorkommen sind Mineralanreicherungen in Sedimenten wie Sand oder Kies und finden sich in sogenannten Seifen-Lagerstätten, 

Mit Handschüsseln ausgestattet siebten einst Goldwäscher etlichen Bachsand auf der Suche nach dem chemischen Element mit dem Symbol Au. Der Goldanteil in der kontinentalen Erdkruste läge bei 4g pro 1000 Tonnen Gestein. Jetzt kann man sich überlegen, wie oft man sein Schüsselchen schwenken muss, um ein Körnchen zu erhalten – mit Glück. Am Goldwaschplatz werden zur Urlaubssaison auch Anleitungen gegeben.

Wenn der Weg eine Uhr wäre, hat es jetzt hier ungefähr 12 geschlagen und wir wandern durch abwechslungsreiches Landschaftsbild auf 16 Uhr, durchqueren Höhenbrunn und umrunden den Bienstand mit Bienenzucht. Durch offene Landschaft kehren wir zum Ausgangsort zurück.

Bildnachweis: Von Konrad Lackerbeck [CC BY 3.0] via Wikimedia Commons

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