Krayenburg-Runde ab Kieselbach


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 19 km
Gehzeit o. Pause: 5 Std. 7 Min.
Höhenmeter ca. ↑623m  ↓623m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Der weithin markant sichtbare Krayenberg im Salzunger Werrabergland erhebt sich 428m über dem Werratal. Auf dem Krayenberg mit Sendemast ist die Krayenburg, eine der ältesten Steinburganlagen im Werratal, vermutlich entstanden an Stelle eines heidnischen Bergheiligtums.

Die Geschichte der Krayenburg beginnt im 8. Jahrhundert mit Karl dem Großen, der die Villa Dorndorf mit Umfeld an das Kloster Hersfeld gab. Zum Schutz der Klostergüter wurde die Burg errichtet, die vom Grundriss her größer war als die Wartburg. Die Krayenburg mit Übernachtungsmöglichkeit und Gastronomie ist ein beliebtes Wanderziel.

Unsere Runde startet beim Brauchtumsmuseum in Kieselbach der Krayenberggemeinde auf rund 234m und es geht gleich hinauf, über den Kieselbach und durch den Ort, der Häuser aus dem 17./18. Jahrhundert zeigt. Auffällig ist die Wehrkirche Kieselbach auf dem Friedhof, nebst Pfarrhaus, neu gepflanzter Dorflinde und ummauerten Dorfanger. Es wird vermutet, dass der Kirchturm aus dem 15. oder 16. Jahrhundert stammt.

An Waldrand und Feldern geht’s zum Krayenberg und auf Pfaden zum Gipfel durch den Wald. Von der einstigen Krayenburg sind Mauerreste der Palas-Nordwand, Kellergewölbe, Zisterne, Wall und Graben erhalten. Hotel und Gaststätte mit Kanone davor gehen auf eine erste Klause zurück, die in den 1920ern errichtet wurde. Erst nach der Wende wurde die gesamte Anlage so hergerichtet wie sie heute ist. Der Werra-Burgen-Steig führt am Hotel-Restaurant Krayenburg vorbei, ebenso der Fernwanderweg Eisenacher Haus.

Wir wandern an den Kuhlöchern vorbei hinab ins Werratal. Mit der Werra zur Linken, durch Feldflure, an der Mündung des Kieselbachs, geht es mit der Werra durch ihr Tal mit Wiesen und Aue. Auf der anderen Seite ist Dorndorf. Nächster Anstieg ist an der Mäusewand und der Mäuseberghöhe (371m), wobei wir an der Südflanke wandern, von Wald begleitet und in nordöstlicher Richtung.

Wir wandern durch den kleinen Ortsteil Kambachsmühle, kreuzen die L1022, wenn wir rund 15,5km hinter uns haben. Abwechslungsreich aufwärts gelangen wir zum Rastplatz Frankfurter Berg. Beim nächsten Rastplatz genießen wir weitere Aussichten und gelangen kurz drauf nach rechts abbiegend auf den Herbergschen Pfad nach Kieselbach zurück.

Südlich von uns ist übrigens Merkers, dem wir einen Besuch abstatten könnten. Merkers ist ein bedeutender Kali-Abbauort mit Erlebnisbergwerk. Für das sollte man sich etwas Zeit einplanen. 1925 begann dort der Betrieb der seinerzeit weltweit größten Kalifabrik.

Bildnachweis: Von Hejkal [CC BY-SA 2.0 de] via Wikimedia Commons

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