Kranichtour vom Kranorama zur Kranich-Beobachtungsstation Bisdorf


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 16 km
Gehzeit o. Pause: 3 Std. 20 Min.
Höhenmeter ca. ↑80m  ↓80m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Nordwestlich von Stralsund liegt die Gemeinde Groß Mohrdorf, durch deren Beritt wir heute eine Runde zwischen Bodden und Wiesenflure drehen – immer mit dem Kranich im Sinn. Westlich ist Barth am Barther Bodden. Im Zentrum von Groß Mohrdorf finden wir ein Kranich-Informationszentrum und eine Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert.

Die Runde beginnt beim Parkplatz Kranorama an der L213, zwischen Günz und dem Günzer See sowie Buschenhagen. 2015 wurde das Kranichinformationszentrum Kranorama eröffnet. Man schaut direkt auf die Günzer Seewiesen, einem Europäischen Vogelschutzgebiet. Besonders im Frühjahr, zum Tanz der Kraniche, lockt das Kranorama etliche Menschen.

Wir wandern durch die Wiesen, an einem Wäldchen vorbei, Richtung Bodden und kommen durch Nisdorf. Dort im Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert ist ein Bio Kinder- und Familienhotel. An dem geht’s vorbei, über die Straße Boddenblick und Am Deich. Wir genießen den Boddenblick und gelangen zur Schutzhütte Zuckerhafen.

Hinter uns ist ein einstiger Flugplatz. Die Wanderung tangiert das Waldgebiet Großes Holz und kommt mit Strandstraße durch Kinnbackenhagen direkt am Bodden, der bereits im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft liegt. Neben dem Angeln ist der Kranich auch hier das Thema. 

Mit dem Boddenufer zur Linken und dem Wald Gehäge zur Rechten treffen wir auf die Kranichbeobachtungshütte Bisdorf. Mit Waldrand und Wiesen wandern wir landeinwärts, durch Bisdorf per Kranichweg.

Bis nach Groß Mohrdorf ist es knapp ein halber Kilometer. Wir bleiben dem Kranich treu, der in Gefangenschaft bis zu 40 Jahre alt werden kann, in der freien Wildbahn kann das erheblich kürzer sein. Bei uns gibt es den Graukranich, der wird bis zu 130m groß und kann eine Spannweite bis zu 2,45m erreichen. Mit Gruh-Gruh- und Grüh-Grüh-Trompeten ziehen sie in Formation zweimal im Jahr über uns hinweg.

Die Dorfkirche Groß Mohrdorf ist gemessen an einem Kranich weit weniger filigran. Das gotische Backsteingemäuer wurzelt im 13. Jahrhundert, ist dreischiffig und birgt im Inneren manch barockes Schmuckstück. Auf dem Friedhof sind drei Mausoleen. Durch die offene Landschaft und durch Günz gelangen wir zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Werner Buzan [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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