Wandertour Sundische Wiesen - Hohe Düne - Pramort


Erstellt von: Tom - Wanderatlas Redaktion
Streckenlänge: 20 km
Gehzeit o. Pause: 4 Std. 9 Min.
Höhenmeter ca. ↑37m  ↓37m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Wir machen heute mal etwas nicht so Populäres und wandern den gleichen Hin- und Rückweg. Für Abwechslung sorgt auf jeden Fall die nach Gesundheit riechende Umgebung im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Wir sind umspült von Ostsee nördlich und Barther Bodden südlich, starten am Osterwald westlich und wandern zur Aussicht bei der Rast Pramort, erkunden Feuchtgebiete und die Höhe Düne.

Der Osterwald heißt so, weil er östlich von Zingst ist. Sucht man Schatten, empfiehlt sich die Osterwald-Runde. Die beginnt auch hier, beim Parkplatz an der Sundischen Wiese, an der Landstraße mit Gastronomie Schlösschen. Die Sundische Wiese umfasst den östlichen Teil der Halbinsel Zingst. Das „Sundisch“ in der Wiese kommt von der Hansestadt Stralsund, dem der Flecken einst angegliedert war.

Wir wandern gen Osten und können uns unterwegs mit weiten Blicken im hier und jetzt mit dem Damals befassen. Wo man sich zum Glück wieder der Natur verpflichtet hat, war einst auch Militär. Für Landwirtschaft waren die Böden zu ungeeignet, für Truppenübungen war das egal. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Boden noch schlimmer dran und eine Besiedelung wenig erfolgversprechend.

Die NVA kam ins Spiel und erhob Anspruch auf einen Teil der Sundischen Wiese. Auf einem anderen Teil wurde im DDR-Stil Landwirtschaft betrieben. Dem Naturschutzgedanken folgte seinerzeit noch keiner. Nach der Wende wurde das Gebiet bereinigt. Ein Wachgebäude blieb stehen, dort ist ein Infopunkt des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft.

Unser Tourenvorschlag ist nach ca. 12,9km kurz vor der Aussicht Pramort, knickt davor aber nach links, durch die Feuchtwiesen in Richtung Ostsee und zur Hohen Düne oberhalb des Sandstrandes, mit Bohlenweg und Aussichtstürmchen. Die Hohe Düne ist das größte, unbewaldete bis zu 12m hohe Dünenfeld an der deutschen Ostseeküste. Vom Türmchen kann man bei guter Sicht bis Hiddensee gucken. 

Anschließend geht’s retour mit einem Abstecher zu Resten aus der Geschichte. Schließlich machen wir Rast bei der Aussicht Pramort mit Schutzhütte und Pavillon. Pramort war bis in die 1960er bewohnt. Wenn wir unterwegs nicht Radfahrern begegneten, könnte das ein Stück Ende der Welt sein.

Bildnachweis: Von Wikipetar [CC BY-SA 4.0] via Wikimedia Commons

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