Klosterpfad im Albtal von Bad Herrenalb nach Frauenalb (Schwarzwald)


Erstellt von: tomtom
Streckenlänge: 5 km
Gehzeit o. Pause: 1 Std. 12 Min.
Höhenmeter ca. ↑119m  ↓144m
Kein Wegzeichen hinterlegt

Die Kurstadt Bad Herrenalb liegt im nordwestlichen Winkel des Landkreises Calw im Albtal. Die 51km lange Alb hat ihre Quelle südlich von Bad Herrenalb, fließt in nördliche Richtung und mündet nördlich von Karlsruhe in den Rhein. Wir folgen dem Flusslauf zwischen den Klöstern in Bad Herrenalb und Frauenalb und erwandern rund tausend Jahren Klostergeschichte auf fünf Kilometer.

Die Zeitreise beginnt um das Jahr 1148, als die Zisterzienser ihr Kloster Herrenalb gründeten. Wir beginnen mit der Streckenwanderung in der Klosterstraße zwischen Gartenschauhaus und Klosterkirche. Einige Gebäude des Klosters haben sich erhalten. Im Jahr 1177 wurde die dreischiffige romanische Basilika fertig. Das Paradies wurde um 1200 gebaut und rund 250 Jahre später vergrößert. Der gotische Chor wurde Mitte des 18. Jahrhunderts zur evangelischen Kirche umgestaltet.

Die einstige Sakristei der Klausur hat die Zeit überdauert und dort finden sich auch noch Reste der Bemalung. Erhalten haben sich auch der Zugang zur Abtswohnung, die Klosterscheuer und ein Teil des Mauerwerks findet sich am Rathaus. Auf unserer Wanderung kommen wir auch am Museum Bad Herrenalb vorbei, das sich mit der Geschichte von Motivziegeln befasst.

Wir kommen am Rathausplatz vorbei, am Kreisel ist das Mündungsbecken der Alb, und wir wandern entlang des Kurparks Bad Herrenalb. Die Kurpromenade führt zur Schweizer Wiese, einer Grünanlage, die die Siebentäler-Therme umgibt. Links von uns fließt die Alb, in die von rechts der Dobelbach einmündet.

Wir gehen entlang der Alb nach Kullenmühle und überqueren sie dort. Die Bernbacher Straße führt uns auf den Graf-Rhena-Weg (benannt nach dem Diplomat Friedrich Maximilian Alexander Graf von Rhena, 1877-1908). Zwischen Aue und Waldrand geht es an Steinhäusle vorbei nach Frauenalb.

Das Kloster Frauenalb geht wohl auf das 12. Jahrhundert zurück. Mehrere Brände über die Jahrhunderte ließen die Gebäude leiden. Was man heute sieht, ist eine immer noch imposante Westfassade der Klosterkirche mit Doppeltürmen, Reste des Kreuzgangs und andere Bauspuren der wechselvollen Geschichte vom Kloster für adelige Frauen bis hin zur Lokation für Fabriken.

Der nächste Bahnhof ist Frauenalb-Schielberg ein Stück weiter nördlich. Zwischen Marxzell nördlich und Bad Herrenalb südlich verkehrt eine S-Bahn. Sie bringt einen in fünf Minuten zurück zum Ausgangsort.

Bildnachweis: Von Martin Kraft [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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