Kloster Marienborn (Büdingen)

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Im 13. Jahrhundert wurde auf dem Herrnhaag bei Büdingen das Zisterzienserinnenkloster Marienborn begründet, das 1274 an seinen heutigen Standort bei Eckartshausen verlegt wurde, weil hier am Krebsbach die Versorgung mit Wasser besser war. 1559 wurde das Kloster aufgegeben und an die Grafen von Isenburg-Büdingen übergeben.

Der Graf von Büdingen beabsichtigte, das ehemalige Kloster Marienborn als Lateinschule oder Spital umzuwidmen. Die Gebäude wurden dann in wechselnden Funktionen als Verwaltungsgebäude genutzt, bis Graf Karl August von Isenburg-Büdingen, Stifter der Linie Isenburg-Marienborn, 1673 an Stelle der alten Gebäude ein Schloss anlegen ließ und seine Residenz hierhin verlegte.

Ab 1738 wurde die Anlage von der Herrnhuter Brüdergemeine genutzt, die dort auch ein theologisches Seminar betrieb, das 1747 ins Schloss Lindheim verlegt wurde. Ende des 19. Jahrhunderts brannten die Gebäude ab. Heute befindet sich am Standort von Kloster Marienborn ein landwirtschaftlicher Betrieb.

Das ehemalige Kloster Marienborn liegt in der Gemarkung des Büdinger Stadtteils Eckartshausen. Hier gibt es neben dem sehenswerten Rathaus von 1733 eine schmucke Kirche. Die evangelische Kirche ist ein neoromanischer Bruchsteinbau mit Westturm und fünfseitigem Chorhaupt. Das Ostquerhaus ist als vierachsiges Langhaus ausgelegt. Im Westportal ist die Kirche mit 1879 datiert.